Kölsche Schimpfwörter, Teil III: Kniesbüggel bis Mutzepuckel

Laut - aber meistens liebevoll: Kölsche Schimpfwörter, Bild: www.JenaFoto24.de / pixelio
Laut – aber meistens liebevoll: Kölsche Schimpfwörter, Bild: www.JenaFoto24.de / pixelio

Nachdem wir bereits die Schimpfwörter von Aaapefott bis Flabes und von Föttchesföhler bis Klaafschnüss kennen, geht es heute um Kniesbüggele, dä Lällbeck und dä Lötschendötsch. Gesungen klingen diese Wörter übrigens noch besser. Hört mal rein in den „Kölschen Explezeer“ von Toni  Steingass.

Kniesbüggel
Ein Geizhals. Der Begriff „Knies“ beschreibt eigentlich Dreck. Der Begriff stammt von ungepflegten, dreckigen Menschen, die zu geizig waren, Geld für ihre Sauberkeit auszugeben, wird heute aber nur noch für geizige Menschen verwendet. Daher stammt auch das Wort „kniestich“ für geizig.

Knüselskopp
Ein knüselicher Mensch ist ein dreckiger, ungepflegter Zeitgenosse. Knüsel beschreibt, genau wie Knies, klebrigen Dreck. Wird gerne auch als Schimpfwort in der Form „knüsselije Pitter“ verwendet, egal, ob die damit bezeichnete Person tatsächlich Pitter (also Peter) heißt oder nicht.

Kraad
Eines der vielschichtigsten kölschen Schimpfwörter. Das Kölsch-Lexikon der Akademie för uns kölsche Sproch übersetzt das Wort mit „Kradepack“ kurz und knapp mit „Pöbel“. Im Wrede (das renommierte Kölsch-Lexikon) ist Krad auch ein Schimpfwort. Allerdings hat sich Bedeutung heute geändert, wie auch meine nicht repräsentative Thekenumfrage ergeben hat.

Krönzel, oder Knurschele, Bild: Annamartha / pixelio
Eine Krönzel ist eigentlich eine Stachelbeere, Bild: Annamartha / pixelio

Krönzel
Eine Krönzel ist eigentlich eine Stachelbeere. Als Schimpfwort verwendet ist eine zimperliche Person gemeint, also eine Zimperliese oder Mimose.

Kühmbroder
Der „Kühmebroder“ ist den ganzen Tag nur am jammern und beschwert sich über Gott und die Welt. Das Wort „kühmen“ bedeutet eigentlich „seufzen“. Daher kann sich bildhaft vorstellen, wie der Kühmbroder immer und zu jeder Gelegenheit laut kühmt „Nä – fröher wor alles besser.“

Lällbeck
Dieses schöne Wort wird heute leider nicht mehr so oft verwendet. Gemeint ist jemand, der zwar keine Ahnung hat, aber trotzdem mitreden will. Ein anderes, gängigeres kölsches Wort für solche Menschen ist „Schwaadlappe“

Lötschendötsch
Das Lieblingsschimpfwort von Schwester Antonia. In der hochdeutschen Übersetzung könnte man „Blödmann“ oder „Dummkopf“ sagen. Allerdings, so Schwester Antonia, hat Lötschendötsch „in seiner kölschen Form noch einen sympathisch-liebkosenden Unterton und lässt den Angesprochenen nicht verzweifelt zurück.“

Muuzepuckel oder Mutzepuckel
Du willst feiern – aber einer macht die ganze Stimmung kaputt. Der ist der Muuzepuckel, also ein Nörgler oder Zankteufel. Wenn jemand (ständig) schlecht gelaunt ist, dann ist diese Person muuzich und man will eigentlich nichts mit ihr zu tun haben.

Ömstandskriemer
Und wieder wartest du weitere zehn Minuten, weil sich der Ömstandskriemer mal wieder nicht entscheiden kann, ob er mit oder ohne Regenschirm rausgeht. Es geht also um jemand, der um alles Umstände macht, der kompliziert ist. Ein Umstandskrämer halt.


In den nächsten Woche geht es weiter! Wenn ihr selbst noch Vorschläge für schöne kölsche Schimpfwörter habt – immer rüber damit. Ich freue mich über jeden Beitrag.


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Dreimol Null es Null, bliev Null: Der Lehrer Welsch

Der Lehrermangel in Deutschland ist gravierend. Bis 2028 fehlen in NRW etwa 15.000 Lehrkräfte für alle Schulformen außer den Gymnasien. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer betont: „Auf jeden Lehrer kommt es an.“

In Kölle kommt es natürlich auf einen ganz bestimmten Lehrer an: Der Lehrer Welsch. Jedes kölsche Schulkind kennt diesen Text:
„En d’r Kayjass Nummer Null steiht en steinahl Schull,
un do hammer dren studeet.
Unser Lehrer, dä hieß Welsch,
sproch en unverfälschtes Kölsch ...
… Dreimol Null es Null, bliev Null,
denn mer woren en d‘r Kayjass en d’r Schull.“

Bei dem von den „Drei Laachduve“ aus der Session 1938/39 besungenen Lehrer handelt es sich um Heinrich Welsch, und genau dieser Lehrer Welsch hat tatsächlich ein musikalisches Denkmal verdient. Allerdings war Welsch nie in der Kaygasse tätig, sondern leitete im rechtsrheinischen Kalk eine Sonderschule für Kinder, die einer besonderen Fürsorge bedurften. Man kann davon ausgehen, dass die „Drei Laachduve“ Welsch wegen des Reims in die Kaygasse versetzt haben, denn die ursprüngliche Schule lag in der Hollweghstraße . Das hätte doch das Reimschema arg strapaziert.

Geburtshaus von Heinrich Welsch in Arzdorf, Bild: Wolfgang Lietzau
Geburtshaus von Heinrich Welsch in Arzdorf, Bild: Wolfgang Lietzau
Welsch – ein Pädagoge mit Herz

Heinrich Welsch wurde 1848 in Arzdorf, heute ein Ortsteil von Wachtberg, geboren. Er war ausgebildeter Lehrer mit einem Examen des Königlich Preußischen Lehrerseminars in Brühl. Nach verschiedenen Stationen, unter anderem in Worringen und Sülz, kam er 1881, mitten in der industriellen Revolution, nach Kalk. Erschreckt über die Verhältnisse in der Arbeiterschaft erkannte Welsch sehr schnell, dass Bildung der Schlüssel zum sozialen Erfolg seiner Schüler war. Im Jahr 1905 gründete er die „Hilfsschule“ in Kalk. Der Lehrer Welsch kümmerte sich rührend um seine Schüler – nicht selbstverständlich in einer Zeit, in der der Rohrstock noch als pädagogisches Mittel galt. So brachte er zum Beispiel Mädchen, die wegen einer ungewollten Schwangerschaft verstoßen wurden, wieder zurück zu ihren Familien.

Das Ehrengrab von Heinrich Welsch auf dem Kalker Friedhof, Bild: A.Savin
Das Ehrengrab von Heinrich Welsch auf dem Kalker Friedhof, Bild: A.Savin

Zu seinen Bemühungen um die Bildung gehört auch, dass Welsch 1884 mit 1.700 von ansässigen Betrieben gespendeten Büchern die erste Volksbibliothek in Kalk gründete. Heinrich Welsch schied im Jahr 1914 aus dem Schuldienst aus und verstarb 1935. Sein Grab auf der dem Friedhof in Kalk ist ein Ehrengrab, die Stadt Köln kümmert sich um die Grabpflege.

Lehrer-Welsch-Preis

Neben dem bekannten Lied lebt Heinrich Welsch aber auch im Lehrer-Welsch-Sprachpreis weiter. Die Kölner Sektion des Vereins Deutsche Sprache verleiht diesen seit 2004 an Personen oder Institutionen, die sich um die Hochsprache und den Erhalt der kölschen Sprache verdient gemacht haben.  Der Sänger Ludwig Sebus, selbst Preisträger im Jahr 2008, dazu im Kölner-Stadt-Anzeiger „Das Vermächtnis des legendären Lehrers Welsch ist doch viel mehr als Drei mal Null. Er verkörperte die kölsche Seele. Als Lehrer hat er alle Menschen gleich gesehen und gleich behandelt.“.  Erster Preisträger war Alexander von Chiari der im Motto des Rosenmontagszugs 2005 das Wort „Kids“ durch „Pänz“ ersetzte. Weitere Preisträger waren unter anderem „Die Sendung mit der Maus“ oder die Wise Guys.


Zwar stammt das Lied von der „steinahl Schull“ im Original von den  „Drei Laachduve“, allerdings ist die überarbeitete Version der „Vier Botze“ die heimliche Hymne Kölns.


Ich widme dieses „Köln-Ding der Woche“ ausdrücklich meinem Vater Peter Kievernagel, ebenfalls Lehrer. Seine Schüler sprachen von ihm als „Papa gnädig“, weil er bei Prüfungen auch schon mal gerne ein Auge zudrückte. Ganz in der Tradition von Heinrich Welsch.


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Kölsche Schimpfwörter, Teil II: Föttchesföhler bis Klävbotz

Fünf Asse auf der Hand? Vorsicht, hier ist ein Fuuteler unterwegs!
Fünf Asse auf der Hand? Vorsicht, hier ist ein Fuuteler unterwegs!

Nachdem wir bereits die Schimpfwörter von Aaapefott bis Flabes kennengelernt haben, widmen wir uns heute den Föttchesföhlern, der Klävbotz und der Klaafschnüss.
Übrigens: Alles, die eine Amazon Alexa zu Hause haben, sollten mal den Befehl „Alexa, schimpf auf kölsch“ ausprobieren.  Macht Spaß!

Föttchesföhler
Eigentlich ein viel zu schönes Wort für eine sehr unappetitliche Sache. Es handelt sich hier um einen Grabscher, der gerne Frauen anpackt. Mit dem „Föttche“ ist der (weibliche) Po gemeint.

Fressklötsch
Rainer Calmund kann gerne als Fressklötsch bezeichnet werden – jemand, der regelmäßig zu viel isst. Ein Vielfraß halt.

Fuuteler
Wenn jemand, in der Regel bei einem Spiel, betrügt oder mogelt, dann fuutelt er und ist somit ein Fuuteler.

Hanak
Ein Hanak ist liebevoll gemeint ein Spitzbube. Es kann sich aber auch, je nach Zusammenhang, um einen Gauner handeln. Die kölsche Band Hanak orientiert sich eher an der ersteren Variante. Nette Halunken halt.

Imi
Eigentlich kein Schimpfwort sondern eher eine Feststellung. Als „Imi“ werden in Köln alle Zugezogenen oder „unechten“ Kölner bezeichnet. Dabei stammt der Begriff nicht von Immigrant ab sondern von „imitiert“. Der Imi versucht also, den Kölner zu imitieren. Zuerst aufgetaucht ist dieser Begriff in dem Lied Sag´ens Blotwoosch von Gerd Jussenhoven:
„Sag´ens Blotwoosch, ich garranteeren der,
wer nit richtig Blotwoosch sage kann, dat es
´ne Imi, ´ne Imi, ´ne Imi, ´ne imitierte Kölsche ganz gewess.
´ne Imi, ´ne Imi, ´ne imitierte Kölsche ganz gewess.“

Kesselflecker
Meine Oma sagte immer „Die han sich jezänk wie de Kesselflecker.“ Offensichtlich handelt es sich bei den Kesselflickern um streitbare Menschen. Dabei waren die Kesselflicker nur herumreisende Handwerker, die gegen geringen Lohn kaputte Kessel ausgebessert haben. Allerdings hielten die jeweils ortsansässigen Schmiede die Kesselflicker für Pfuscher. Vielleicht kommt daher auch die Geringschätzung.

Klaafmuul oder Klaafschnüss
Klar. Der Kölner redet gerne, erzählt viel, plaudert rum und tratscht. Diesen Vorgang nennt man „klaafe“. Aber irgendwann wird es auch dem tolerantesten Kölschen zu viel. Dann wird der, der  zu viel labert als Kaafmuul oder Klaafschnüss bezeichnet.

Klävbotz
Er sitzt den ganzen Tag in der Kneipe, wie mit der Hose (die „Botz“) an seinem Stuhl festgeklebt. Und er will einfach nicht gehen, auch wenn der Wirt schon dreimal die letzte Runde eingeläutet hat.


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„Taffy“ – Wolfgang Graf Berghe von Trips

Das Köln-Ding der Woche kommt heute von einem prominenten Gast-Autor: Der Kölner Künstler Cornel Wachter. Cornel hat bereits in meiner Reihe „Ein paar Fragen …“ Rede und Antwort gestanden.

Für dieses Köln-Ding der Woche hat er über den Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips geschrieben. Sein voller Name lautet Wolfgang Alexander Albert Eduard Maximilian Reichsgraf Berghe von Trips, sein Spitzname war „Taffy“. Er wurde am 4. Mai 1928 in Köln geboren und starb am 10. September 1961 in Monza. Morgen jährt sich der Todestag des sympathischen Rennfahrers zum 57. Mal.

Wolfgang von Trips (Bildmitte) im Jahr 1957, Bild: Carlos Alberto Navarro
Wolfgang von Trips (Bildmitte) im Jahr 1957, Bild: Carlos Alberto Navarro

Wolfgang Graf Berghe von Trips
von Cornel Wachter

Mein Vater versuchte einst, Graf Berghe von Trips das Rennen ausreden zu lassen – wie wir wissen gelang es nicht und der Rennfahrer starb 1961 in Monza in Ausübung seiner Profession – und er wäre wohl eh gestorben, denn eine absurde Schicksalsvolte ist es, dass von Trips den 10. September 1961 wohl ohnehin nicht überlebt hätte. Seinen Eltern zuliebe hatte er eine Ausbildung zum Diplom-Landwirt gemacht und wollte später am Tag zu einer Agrarausstellung nach Chicago fliegen. Das Flugzeug stürzte ab, es gab keine Überlebenden.

Der Graf aus Kerpen hatte Wirkung auf die Menschen seiner Zeit, er stand für das neue weltoffene Deutschland, bereiste die Welt, hatte internationale  Freunde auf und neben den Rennstrecken dieser Welt, war an der Technik interessiert, beherrschte diese und ließ Frauenherzen höher schlagen, er sah verdammt gut aus und hatte immer ein Lächeln für alle. Englische Fans gaben ihm den Spitznamen „Taffy“.

Mein Vater, Oberarzt im Klösterchen, dem Krankenhaus der Augustinerinnen erinnerte sich daran, daß Wolfgang Graf Berghe zu Trips mit Meniskusproblemen im Krankenhaus lag und ein schönes Mädchen nach der Anderen sich die Klinke in die Hand gab. So auch die beiden Töchter Sieger aus Zülpich, die Töchter der Brennerei Sieger. Beide suchten wohl eine entsprechende „gute Partie“, wie es früher hieß. Mein Vater stellte sich den beiden Damen Sieger mit „WACHTER VON WILHELMSHÖHE“ vor. Vater war Bauer auf der Wilhelmshöhe bei Waldbröhl gewesen, bevor er Arzt wurde, dort nannte man die Söhne des Bauerns Andreas Wachter nur die „Wachters von Wilhelmshöhe“. Das machte „baff“ bei den Damen Sieger, sie zeigten sich erfreut, weiteres „blaues Blut“ anzutreffen und ließen sich von meinem Vater nur zu gerne einspannen. Er bat sie, dem Grafen den Rennsport auszureden. Am Tag vorher sei die Mutter des Grafen mit Tränen in den Augen bei ihm im Sprechstundenzimmer gewesen und hatte ihn um diese Empfehlung für ihren Runden rasenden Sohn gebeten. Vater dachte, der Graf werde wohl vielleicht auf die jungen Damen hören – Wolfgang Graf Berghe von Trips tat es nicht und fand sein Ende im Jahr 1961.

Meine Freundin Agathe Hartfeld, Trude Herrs Schwester, besuchte die Beerdigung des Grafen und kaufte sich extra neue Schuhe mit hohem Absatz. „Ich wollte dem Grafen doch gefallen“ – sie hat die Schuhe nie wieder getragen aber auch nie weggeworfen. Der Graf hatte noch Wirkung über seinen Tod hinaus, bis heute.


Die Zeitschrift „Auto-Motor-Sport“ hat unter dem Titel „Tod eines Gentleman“ einen lesenswerten Artikel über „Taffy“ und sein letztes Rennen in Monza veröffentlicht.


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Ein paar Fragen an Cornel Wachter – 56 Jahre im Schatten der Ülepooz

 

Cornel Wachter, Künstler, bekennender Kölner und Fortuna-Fan, Bild: Cornel Wachter
Cornel Wachter, Künstler, bekennender Kölner und Fortuna-Fan, Bild: Cornel Wachter

Heute habe ich die Freude und Ehre, euch einen prominenten Kölner vorstellen zu dürfen: Cornel Wachter. Cornel ist als Künstler in vielen unterschiedlichen Kunstrichtungen unterwegs. Das Top-Magazin bezeichnet ihn als „Stilpluralisten“ . Was ihn besonders auszeichnet ist seine enge Verbundenheit zu Köln. Und Cornel und ich haben auch noch etwas gemeinsam: Unsere Liebe für die Fortuna aus der Südstadt.

Warum lebst du in Köln?

Die Kölner Ulrepforte, eines der erhaltenen Stadttore in Köln, wird von den Kölner "Ülepooz" genannt. Bild: Hans Peter Schaefer
Die Kölner Ulrepforte, eines der erhaltenen Stadttore in Köln, wird von den Kölner „Ülepooz“ genannt. Bild: Hans Peter Schaefer

Hier 1961 im Vringsklösterchen geboren und dort in der Kapelle getauft und wollte nie aus meinen 5 Straßen drumherum weg. Ich lebe nun seit 56 Jahren im gleich Haus neben der Ülepooz, da zieht man nicht mehr um, ne ahle Baum……

 

 

 

 

Welche kölsche Eigenschaft zeichnet dich aus?
Teilen können, um das Glück zu verdoppeln.

Was würdest du morgen in unserer Stadt ändern?
Kostenloses Bus- und Bahnfahren würde ich einführen.

Wenn nicht Köln wo sonst könntest du leben? Und warum gerade dort?In Weimar oder doch lieber Punta Braccetto auf Sicilia wegen der lieben Leute und deren wunderbar schmeckenden Tomaten, runden Auberginen, Fischen, und Weinen dort. Und wegen des Klimas.

Welche KölnerInnen haben dich beeinflusst?
Hartmut Priess, mein bester Freund und Pate meines Julius.

Wo ist dein Lieblingsplatz in Köln?
Daheim.

Was machst du zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch?
Karneval feiern, aber die Zeitspanne ist mir zu lang, 6 x 24 h, das kann ich beim besten Willen nicht beantworten und auch nicht immer erinnern, was zu jeder Stunden passierte.

Und was zwischen Aschermittwoch und Weiberfastnacht?
Noch länger, noch unmöglicher zu beantworten.

Wat hät für dich noch immer jood jejange?
„Et“

Wenn ich 10.000 Euro für etwas spenden würde, ginge mein Geld an….
Aktuell an den Vringstreff e.V., da die Diakonie bis Aug. 2019 jede Spende unter dem Motto „Weichen stellen“ verdoppelt.

Wodrüber laachs de dich kapott?
Hans Süper, mit dem ich heute Abend im „Sölzer Klaaf“, seiner Stammkneipe sitzen werde.

Dein Lieblingskölsch?
Muss ich geheim halten, sonst ist manch einer auf dem nächsten „Kölsch Konvent“ sauer auf mich.

Dein kölsches Lieblingsessen?
Himmel un Äad

Dein Lieblingsveedel?
Meine Straße. Ich komm einfach nicht weiter.

Nenne einen Grund, warum man Köln morgen verlassen sollte.
So ein Quatsch, diese Frage muss unbeantwortet bleiben. Der Rasen in Nachbars Garten ist nicht grüner, the green green gras of home ist bei mir daheim am saftigsten.

Dein Lieblingsschimpfwort auf Kölsch?
Hundsfott

Bitte vervollständige den Satz: Köln ist …
… meine Zudecke.


„Ein paar Fragen an … “ haben bisher Schwester Antonia von den Benediktinerinnen in Raderberg und Thomas Frings, Großneffe des Kölner Kardinal Frings beantwortet.


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Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick mir einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und ich trage dich in den Verteiler ein.


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