„Unglückspfarrer“ begeht Doppelmord auf den Poller Wiesen

Die Kölnische Zeitung vom 20. September 1803 berichtete von der Tat: "Selten hat ... eine Sache so viel Gerede, so viel Abscheu und Grausen erregt ..."
Die Kölnische Zeitung vom 20. September 1803 berichtete von der Tat: „Selten hat … eine Sache so viel Gerede, so viel Abscheu und Grausen erregt …“

Am 29. Dezember 1803 fiel das Fallbeil und beendete das Leben von Peter Joseph Schäffer. Er wurde für den Doppelmord an den Schwestern Barbara und Katharina Ritter verurteilt und hingerichtet. Dieser Doppelmord im Jahr 1803 auf den Poller Wiesen hatte alles, was die Skandalpresse liebt: Geldgier, verbotene Liebe, Lügen, ein mörderischer Geistlicher und sehr viel Blut. Kein Wunder, dass dieser Kriminalfall auch unter dem Titel „Ein Vampyr im Priestergewand“ in die Kriminalgeschichte einging.

Hintergrund war der tiefe Fall des seinerzeit prominenten Pastors Peter Joseph Schäffer, der als Pfarrer in St. Maria in der Kupfergasse tätig war. Schäffer, ein respektierter Geistlicher, dessen Predigten sogar gedruckt wurden, hatte heimtückisch zwei Frauen umgebracht. Eine solche Konstellation führte Anfang des 19. Jahrhunderts zu großer Aufregung, und die Presse veröffentlichte eigens Sonderauflagen, um über den Fortschritt der Ermittlungen zu informieren.

Ein Mann aus bescheidenen Verhältnissen

Peter Joseph Schäffer wurde am 25. Juli 1766 in Ahrweiler geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Sein Vater war Gerichtsschreiber und trotz des äußerst kargen Auskommens der Familie wurde dem Sohn Peter Joseph bis zum 13. Lebensjahr der Schulbesuch ermöglicht – alles andere als eine Selbstverständlichkeit in der damaligen Zeit. Nach dem Schulabschluss setzte er seine Ausbildung bei den Minoriten in Sinzig fort und studierte anschließend in Köln und Bonn Theologie und Philosophie. Im Jahr 1792 wurde er in Straßburg zum Priester geweiht und war als Pfarrer in Uffholz und Sennheim, in der Nähe von Colmar, tätig.

Auffällig waren die jeweils sehr kurzen Dienstzeiten Schäffers in den Pfarreien. Gerüchten zufolge hatte der junge Pastor bereits damals erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Damit ging es ihm aber immer noch wesentlich besserer als seiner Schwester. Diese wohnte bereits in Köln, während Schäffer noch im Elsass tätig war. Sie wurde verurteilt „ein öffentliches Bordell gehalten, und ihre eigene Tochter den Männern zur Befriedigung sinnlicher Lüste hergegeben zu haben“. Das (vergleichsweise milde) Urteil: Ein Jahr Zuchthaus. Bei den Schäffers handelte es sich offensichtlich um eine ganz besondere Familie.

Schäffer lernt späteren Förderer im Gefängnis kennen

1794 nahmen die Franzosen das Elsass ein. Im revolutionären Frankreich Ende des 18. Jahrhundert wurden christliche Riten unter den Jakobinern verboten und viele Geistliche inhaftiert. So ging es auch Peter Joseph Schäffer, der in Besancon ins Gefängnis gesteckt wurde.

Marc-Antoine Berdolet, der Bischof von Aachen, förderte Peter Joseph Schäffer, Bild: Aegidius Johann Peter Joseph Scheuren (1774-1844), Public domain, via Wikimedia Commons
Marc-Antoine Berdolet, der Bischof von Aachen, förderte Peter Joseph Schäffer, Bild: Aegidius Johann Peter Joseph Scheuren (1774-1844), Public domain, via Wikimedia Commons

Dort lernte er den ebenfalls in Haft befindlichen Marc-Antoine Berdolet kennen. Eine Bekanntschaft, die sich später als äußerst nützlich erweisen würde, weil Berdolet im Jahr 1802 Bischof von Aachen wurde und seinen ehemaligen Mithäftling Schäffer stark förderte. So sorgte Berdolet dafür, dass Schäffer 1803 als Pfarrer in der St. Maria-Kirche in der Kupfergasse eingesetzt wurde.

Geheimer Ehevertrag des Pfarrers

Hätte Berdolet von dem Geheimnis im Leben Schäffers gewusst, hätte er ihn mit Sicherheit nicht gefördert. Denn in den Pfarrhäusern in Uffholz und Sennheim im Elsass lebten gemeinsam mit dem Pastor die Schwestern Barbara und Katharina Ritter unter einem Dach.

Auch wenn Haushälterinnen in katholischen Pfarrhaushalten nicht unüblich waren und heute noch sind, handelte es sich hier um eine ganz besondere Konstellation. Barbara Ritter war 20 Jahre älter als Schäffer, ihre Schwester Katharina war ungefähr im gleichen Alter wie der Pfarrer. Beide waren vermögend und überließen dem ständig klammen Schäffer ihr Geld und versorgten gleichzeitig auch noch den Haushalt. Was sie sonst noch im zölibatären Haushalts Schäffers so versorgten, ist den Quellen nicht zu entnehmen.

Die beiden Frauen, die immerhin Schäffers aufwändigen Lebensstil finanzierten, begehrten auf und verlangten von dem Pfarrer eine Absicherung. So kam es zu einem geheimen Ehevertrag zwischen Barbara Ritter und Peter Joseph Schäffer. Dieser Vertrag regelte exakt, wie Schäffer für seine geheime Ehefrau und deren Schwester zu sorgen hatte. Ein äußerst süffisanter und für Schäffer extrem riskanter Vertrag: Sollte jemals bekannt werden, dass er als katholischer Geistlicher eine (geheime) Ehe eingegangen ist, wäre seine Karriere erledigt.

Karriereschritt in Köln

So nutzte Schäffer auch die erste Chance, den beiden Schwester zu entkommen und folgte der Berufung durch die Förderung seines alten Freundes Berdolet. Dieser verfügte mittlerweile als Bischof von Aachen über erheblichen Einfluss und sorgte dafür, dass Schäffer in St. Maria in der Kupfergasse tätig werden konnte.

Für Schäffer nicht nur ein willkommener Karriereschritt, er wurde immerhin Pfarrer im „Hillije Kölle“, sondern auch die Gelegenheit, vor den ihm lästig gewordenen Schwestern Barbara und Katharina zu fliehen. Gleichzeitig entkam er auch der Pflicht, das von den Schwestern geliehene Geld zurückzuzahlen und dem Risiko, dass der geheime Ehevertrag doch noch auffliegen würde. Meinte er.

Doch er hatte die Rechnung ohne die beiden Schwestern gemacht. Bereits wenig später tauchen die beiden in Köln auf. Sie hatten ihr Haus im Elsass verkauft und wollten wieder bei und mit Schäffer leben.

Der junge Pastor war wenig begeistert und „parkte“ die beiden zunächst in einem Gasthof bevor er sie, wie bereits zuvor im Elsass, in seinem Pfarrhaus versteckte.

Schäffer plant Mord

Das Arrangement schien zunächst zu funktionieren. Nie sah man Schäffer zusammen mit den beiden Damen. Doch diese waren verständlicherweise unzufrieden mit der Situation und begehrten auf.

Ihre Drohung: Sie würden die ganze Geschichte mit der geheimen Ehe öffentlich machen und den Bischof informieren. Außerdem wollten sie das Geld, welches sie Schäffer geliehen hatten, zurück. Für Schäffer stand seine ganze Karriere, sein ganzes Leben auf dem Spiel. Seine Furcht, alles zu verlieren, war übermächtig. Für den Pfarrer eine ausweglose Situation. In den späteren Verhören gab er zu Protokoll:

Aus dem Verhör Peter Joseph Schäffer, Doppelmord an den Poller Wiesen

Der „verzweifelte Entschluss“ war der Mord an den beiden Schwestern. Ganze zwei Monate plante er, wie er diese Tat umsetzen könnte.

Brutaler Doppelmord am Rhein

Am 6. September 1803 war es soweit. Schäffer gaukelte den Frauen vor, mit ihnen nach Bonn zu fahren, um Möbel für einen gemeinsamen Haushalt zu kaufen. Die drei setzten sich in eine Postkutsche. Dabei war Schäffer bemüht, den Anschein zu erwecken, nichts mit den beiden Damen zu tun zu haben und nur zufällig in der gleichen Kutsche zu sitzen.

Er nutzte die fehlende Ortskenntnis der Schwestern aus, und die Reisegesellschaft fuhr statt nach Bonn nur bis Wesseling und setzte mit der Fähre über den Rhein. Von dort aus ging es zurück nach Köln, bis zu den Poller Wiesen. Dort lockte er die Frauen in ein uneinsichtiges Gelände und gab vor, seine Uhr verloren zu haben. Barbara und Katharina Ritter sollten helfen, diese wiederzufinden.

Frauen „mit abgeschnittenen Hälsen“

Im dichten Gebüsch schlug er zunächst Barbara mit einem Knüppel mehrfach auf den Kopf, um ihr danach die Kehle durchzuschneiden. Die jüngere Katharina versuchte noch zu fliehen. Doch Schäffer holte sie ein, und ihr widerfuhr das gleiche Schicksal wie Barbara.

Illustration der grausamen Tat, Bild: Temmes „Criminal-Bibliothek“, um 1875
Illustration der grausamen Tat, Bild: Temmes „Criminal-Bibliothek“, um 1875

Es muss ein grauenhaftes Bild gewesen sein. Später sollte es lauten, an den Poller Wiesen wären Frauen „mit abgeschnittenen Hälsen“ gefunden worden. Schäffer versuchte noch, die Leichen in den Rhein zu werfen, schaffte dies aber nicht. Er entsorgte nur das Messer, wusch sich im Wasser des Flusses das Blut sorgfältig ab und ging zu Fuß nach Hause.

Erfolgreiche Fahndung

Am anderen Tag wurden die beiden Leichname von Passanten entdeckt. Doch niemand kannte die beiden Frauen, die von der Öffentlichkeit versteckt im Pfarrhaus gelebt hatten. So entschied sich die Polizei dazu, die beiden Leichen öffentlich auszustellen.

Die Taktik der Fahnder ging tatsächlich auf, denn es meldete sich ein Mitreisender aus der Postkutsche, der die beiden Frauen wiedererkannte. Dieser Zeuge gab zu Protokoll: „Der Mann gehörte offensichtlich zu den Frauen, wollte aber den Eindruck erwecken, diese nicht zu kennen.“ Ferner berichtete der Zeuge, dass es sich um einen Geistlichen gehandelt habe. Er konnte diesen Mann auch beschreiben. Mit diesen Informationen war es für die Polizei einfach, auf den Pastor von St. Maria in der Kupfergasse zu schließen. Wenige Tage später wurde Schäffer festgenommen.

Schäffer verwickelt sich in Widersprüche

Am 16. September 1803 kam es zur ersten Vernehmung. Schäffer gab an, tatsächlich mit den beiden Damen in der Postkutsche gesessen zu haben, er würde diese aber nicht kennen. Er hätte die Postkutsche in Wesseling verlassen, um nach Köln zurückzureisen. Doch seine Verteidigung hält nicht lange stand, denn der Schiffer der Rheinfähre erinnerte sich daran, dass Schäffer gemeinsam mit den beiden Frauen übergesetzt hatte.

Der Geistliche versuchte den Polizisten die nächste Lügengeschichte aufzutischen: Er habe mit den Frauen nach Bonn-Pützchen fahren wollen, man hätte aber unterwegs wegen einer Feier in Deutz den Weg dorthin genommen. In Poll wären die drei von Räubern überfallen worden. Diese Räuber hätten die Schwestern getötet, er hätte fliehen können. Verständlich, dass auch diese Geschichte nicht glaubhaft erscheint. Schäffer wurde am 17. September 1803 in Haft genommen.

Geständnis mit der Hoffnung auf Begnadigung

Einen Tag später gesteht Schäffer die Tat und gibt ein Geständnis mit allen blutigen Einzelheiten ab. Sein Kalkül: Sein Status als Geistlicher würde ihn vor der Strafverfolgung schützen. Wie sich später herausstellte, war dies eine fatal falsche Einschätzung.

Als er Ende Oktober in ein Gefängnis nach Aachen verlegt wurde, gab es ein sehr großes Interesse an dem Fall. Auf den Straßen „drängten sich mehrere Tausende hinzu. Man sah Gesichter bleich werden, man sah Thränen fließen“. Der „Unglückspfarrer“ hatte eine unrühmliche Prominenz erreicht.

In dem Aachener Gefängnis verfasste Schäffer eine Biographie. In dem Vorwort dazu lautet es:

Aus dem Vorwort der Autobiographie Peter Joseph Schäffers, Doppelmord an den Poller Wiesen

Immer noch fühlt sich der selbstverliebte Pfarrer als Opfer und geht fest von einer Begnadigung aus – wer würde schon einen Priester verurteilen? Neben der Biographie verfasst Schäffer im Gefängnis auch Gedichte, er beschreibt insgesamt 60 Bögen Papier.

Der Priester wird zum Tod verurteilt

Am 17. November 1803 beginnt in Aachen die Verhandlung. Sehr zum Erstaunen des Gerichts widerruft Schäffer sein Geständnis und hält eine Rede voller Pathos, in welcher er eine völlig neue Version des Tathergangs schildert.

Die neue, ebenfalls wenig glaubwürdige Version basierte auf der bereits bekannten Geschichte, dass tatsächlich Räuber die drei Reisenden überfallen und die beiden Schwestern getötet hätten. Neu war aber, dass einer der Räuber, von Reue getrieben, seine Taten bei Schäffer gebeichtet hätte. Um das Beichtgeheimnis zu wahren, hätte Schäffer sich als Täter dargestellt, weil er als Priester ja nicht verurteilt werden würde.

Wenig überraschend folgte das Gericht den Ausführungen nicht und verurteilte Schäffer zum Tod. Der Verurteilte versuchte noch vergeblich, eine Beschwerde bei einem übergeordneten Gericht in Paris einzureichen, doch diese wurde postwendend abgelehnt.

Schäffer wird in Aachen hingerichtet, Illustration auf einem Flugblatt, Verfasser unbekannt
Schäffer wird in Aachen hingerichtet, Illustration auf einem Flugblatt, Verfasser unbekannt

Peter Joseph Schäffer wurde am 29. Dezember 1803 in Aachen mit der Guillotine hingerichtet. Seine letzten Worte, bevor das Fallbeil fiel, waren:

„Ich bin der erste Priester, der so eine schreckliche That begieng,
ich hoffe, dass ich auch der letzte seyn werde“.


E-Mail-Newsletter

Das "Köln-Ding der Woche" per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Zum Hören als Podcast oder zum Lesen im Blog.

Aber immer kurz & knackig, immer subjektiv & voreingenommen. Und immer kostenlos!
Datenschutz *

Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick mir einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und ich trage dich in den Verteiler ein.


*Datenschutzerklärung

Kölner Stadtteile: Porz – acht gewaltige Schornsteine als Wahrzeichen

Das Rhenania-Phosphatwerk Porz am Rhein mit seinen markanten acht Schornsteinen um etwa 1920
Das Rhenania-Phosphatwerk Porz am Rhein mit seinen markanten acht Schornsteinen um etwa 1920

Vielleicht hat kein Stadtteil je ein so beeindruckendes Wahrzeichen gehabt wie Porz1Abgesehen von der Innenstadt mit dem Dom. Ungezählt sind die Postkarten, die das ehemalige Wahrzeichen von Porz zeigen.

Die acht Schornsteine des „Rhenania-Phosphatwerk Porz am Rhein“ (früher „Rheinische Portland Cementwerke“) thronten noch bis 1929 über dem Rheinufer. Bereits fünf Jahre zuvor hatte man das Werk, das Düngemittel herstellte, wegen seiner Unrentabiliät schließen müssen. 1930 wurde die Fabrik abgerissen und von 1964 bis 1967 das Porzer Krankenhaus auf dem Gelände errichtet. Deswegen sucht man die gewaltigen Schornsteine heute vergebens.

Neben dem Rhenania Phosporwerk siedelten sich zwei weitere Fabriken in Porz an: Die Eisenverarbeitung der Adelenhütte und die Spiegelglaswerke Germania.

Angestellten- und Arbeiterhäuser in der Germania-Siedlung Porz
Angestellten- und Arbeiterhäuser in der Germania-Siedlung Porz, Bild: gemeinfrei

Bedeutung als Gerichtsstätte

Doch trotz Industrie ist Porz nie eine reine Industriestadt und trotz des Namens wahrscheinlich auch keine römische Siedlung gewesen. Der älteste bekannte Beleg für Porz stammt aus dem Jahr 1019, dennoch wird der Name auf das Lateinische zurückgeführt, auf „porta“, Tor oder Tür, oder auf „portus“, der Hafen. Aufgrund der Lage scheint die Übersetzung Hafen näher zu liegen, obwohl das im Süden gelegene Zündorf über die Jahrhunderte hinweg einen weitaus größeren Einfluss als Hafen- und Handelsplatz hatte. Es habe sich vielmehr um eine kleine Anlegestelle für eine Fährverbindung zur anderen Rheinseite gehandelt, heißt es in der Forschung.

Sicher ist, dass Porz mehr als 500 Jahre lang eine große Bedeutung für die Rechtsprechung hatte. Bereits im Jahr 1286 wird Porz als eine so genannte übergeordnete Gerichtsstätte erwähnt. Nach einer großen Verwaltungsreform im Jahr 1555 wird dies bestätigt und die Zuständigkeit von Porz erweitert: Die herrschenden Grafen von Berg, deren Gebiet im Rechtsrheinischen an Köln, Deutz und Poll angrenzte, erheben Porz zum zentralen Hauptgericht für alle Landgerichte südlich der Wupper (das gesamte heutige rechtsrheinische Köln sowie Bensberg und Odenthal). Außerdem wird Porz zum Verwaltungszentrum für die umliegenden Dörfer. Das Gebiet entspricht in etwa dem heutigen Stadtbezirk Porz (ohne Poll, aber mit Heumar).

Konkurrenz mit Wahn und Heumar

Damit hatte Porz über Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte eine herausragende Rolle gespielt, ohne wirklich ein Zentrum zu sein. Im Jahr 1808, Porz dürfte so etwa 170 Einwohner zu dieser Zeit gezählt haben, erneuerte das Herzogtum Berg seine Verwaltung und Porz musste das erste Mal in seiner Geschichte eine Niederlage einstecken Der Einfluss der Gemeinde verschwand. Es entstanden die Bürgermeistereien Heumar mit den nördlichen und die Bürgermeisterei Wahn mit den südlichen Dörfern des heutigen Stadtbezirkes.

Porz mit den Nachbargemeinden um etwa 1820
Porz mit den Nachbargemeinden um etwa 1820

Eine Erhebung der Einwohnerzahlen aus dem Jahr 1828 verdeutlicht zumindest die Größe von Porz und der umliegenden Dörfer; allein in Niederzündorf wurden 640, in Oberzündorf 276 Einwohner gezählt. In Langel lebten damals 564, in Westhoven 304 und in Porz 268 Menschen.

Im Jahr 1875 wurde der Amtssitz von der Bürgermeisterei Heumar nach Porz verlegt, denn der Amtssitz folgte dem, der das Amt innehatte; 1910 schließlich wurde das Rathaus in Porz gebaut. 1928 wurde die Bürgermeisterei Heumar in Bürgermeisterei Porz umbenannt. Schon damals gab es erste Überlegungen, Porz nach Köln  einzugemeinden.

Selbstständigkeit bleibt erhalten – zunächst

Am 9. März 1919 war die Halle des Kölner Hofes am Rheinufer einfach zu klein, um allen interessierten Bürgern Einlass zu gewähren. Man stimmte damals zwar prinzipiell einer Eingemeindung zu, hielt „die augenblickliche Zeit aber nicht für geeignet (…), derselben näher zu treten.“ Köln, hieß es, könne wirtschaftliche und strukturelle Hilfe nicht im ausreichenden Maße bieten. Die Verbesserungen bei der Versorgung mit Wasserleitungen, Strom, Straßen oder auch Schulen konnte Köln damals nicht leisten, sodass der Gemeinderat sich am 12. Februar 1920 für die weitere Selbstständigkeit entschied.

Die Porzer wehren sich, zunächst erfolgreich, gegen eine Eingemeindung
Die Porzer wehrten sich, zunächst erfolgreich, gegen eine Eingemeindung

Auch nach dem Krieg konnte sich Porz einer Eingemeindung widersetzen. Noch immer sah man in dem Anschluss an Köln „weder für die Wirtschaft noch für den einzelnen Gemeindebürger einen Vorteil“. Stattdessen stieg die Zahl der Einwohner der Gemeinde Porz und überschritt zu Beginn der 1950er Jahre die 30.000er Marke. Auf Antrag erhielt Porz im September 1951 von der Landesregierung die Stadtrechte verliehen.

Eingemeindung nach Köln im Jahr 1975 

In den 1970er Jahren erlebte Porz die zweite Niederlage in seiner langen Geschichte. Man sah in der Stadt kein richtiges Mittelzentrum, das, wie etwa Leverkusen, neben Köln bestehen könne. Porz hatte erfolglos versucht, sich mit der Neugestaltung der Innenstadt in die Riege der modernen und großen Städte einzureihen. Die Experten meinten: Zu viele Menschen pendeln nach wie vor nach Köln; es fehlen Einrichtungen aller Art und Arbeitsplätze, als dass Porz unabhängig bleiben könne:

„Die Grenzen der kommunalen Gebietseinheiten in unserem Lande stammen großenteils noch aus dem vorigen Jahrhundert;2Damit ist hier das 19. Jahrhundert gemeint sie hemmen nicht nur zahlreiche Gemeinden in ihrer Entwicklung, sondern wirken vielfach auch anachronistisch, da inzwischen vornehmlich in den Ballungsgebieten neue Lebens, Siedlungs- und Wirtschaftsräume entstanden sind. Dieser Entwicklung haben sich aber die Grenzen der kommunalen Einheiten nicht angepaßt“3Quelle: Das Großzentrum Köln. Neuordnungsvorschlag der Stadt Köln zur kommunalen Gebietsreform. Herausgegeben von der Stadt Köln, 1972, Seite 5

 

Mit dem Köln-Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen endete nach gut 23 Jahren die Eigenständigkeit von Porz am 1. Januar 1975.


Teile dieses Textes durfte ich mit freundlicher Genehmigung des Emons-Verlags aus dem Buch „Kölns 85 Stadtteile“ von Christian Schuh übernehmen.


E-Mail-Newsletter

Das "Köln-Ding der Woche" per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Zum Hören als Podcast oder zum Lesen im Blog.

Aber immer kurz & knackig, immer subjektiv & voreingenommen. Und immer kostenlos!
Datenschutz *

Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick mir einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und ich trage dich in den Verteiler ein.


*Datenschutzerklärung

Der „Kölner Keller“: VARheit oder Pflicht?

Die Schiedsrichterpfeife im Kreis: Das offizielle Logo des Videoschiedsrichters, Bild: DFB
Die Schiedsrichterpfeife im Kreis: Das offizielle Logo des Videoschiedsrichters, Bild: DFB

Es ist zum Albtraum fast jeden Fußballfans geworden: Ein Tor fällt, doch der Jubel bleibt zunächst aus, alle Blicke gehen zum Schiedsrichter. War der Spieler vielleicht doch 2,3 cm im Abseits? Und wenn dann der Schiedsrichter sich an den Ohrstöpsel greift und im „Kölner Keller“ nachfragt, kann es lange dauern.

100 Quadratmeter Keller in Deutz

Zur Saison 2017/18 wurde der Video-Assistent VAR (Video Assistant Referee) in der Bundesliga eingeführt, zwei Jahre später auch in der 2. Liga. Die Idee: Mehr Fairness im Spiel durch einen zusätzlichen Schiedsrichter, der sich strittige Entscheidungen aus unendlich vielen Kameraperspektiven in Super-Zeitlupe ansieht und seine Erkenntnisse dem Schiedsrichter auf dem Feld übermittelt.

Blick in den "Kölner Keller", Bild: DFB
Blick in den „Kölner Keller“, Bild: DFB

Dieser zusätzliche Schiedsrichter sitzt im „Kölner Keller“: Ein etwa 100 Quadratmeter großer, fensterloser Raum im Keller von RTL in den ehemaligen Messehallen direkt am Rhein. Dort betreibt RTL Technology, ein Tochterunternehmen des Medienunternehmens RTL, im Auftrag des Deutschen Fußball-Bund e. V. (DFB) und der Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) das High Tech Fußballanalysezentrum.

Der Aufwand für den Video-Assistenten ist extrem groß: Bis zu 21 Kameras in den Stadien sorgen für Bildern aus allen nur möglichen Perspektiven. Um die oft hauchdünnen und im Stadion nicht zu erkennenden Abseitspositionen bewerten zu können, hilft eine digitale Abseitslinie. Diese wird vor jedem Spiel in jedem Stadion neu kalibriert. Außer dem eigentlichen Videoassistenten gibt es noch für jede Partie einen weiteren DFB-Schiedsrichter zur Unterstützung sowie zwei Operatoren. Der Video-Assistent in Köln und der Schiedsrichter auf dem Spielfeld kommunizieren direkt via spezieller Telefonleitung miteinander.

Kölner Keller meldet sich etwa bei jedem dritten Spiel.

Viel Aufwand im „Kölner Keller“ dafür, dass der Video-Assistent nur bei vier ganz speziellen Situationen auf dem Spielfeld tätig wird:

  • Es fällt ein Tor,
  • es soll einen Elfmeter geben,
  • es gibt eine Rote Karte oder
  • der Schiedsrichter hat im Eifer des Gefechts einen Spieler verwechselt.

In der Saison 2021/22 kam es in der Bundesliga insgesamt zu 116 Einsätzen des Video-Assistenten. Bei den 306 Spielen der Saison gab es also durchschnittlich ungefähr in jedem dritten Spiel einen Videobeweis. Dieser Wert ist, mit ganz leichten Schwankungen, seit der Erfindung des „Kölner Kellers“ relativ stabil.

Vorwurf: Stadionerlebnis wird zerstört

Hauptkritik ist aber nicht der Aufwand, der für den Video-Assistenten betrieben wird, sondern die Verzögerungen im Spiel. Bruno Labbadia1Von Dezember 2022 bis April 2023 Trainer des VfB Stuttgart übte heftige Kritik: Der Videobeweis, so Labbadia, sei eingeführt worden, „um krasse Fehlentscheidungen aufzudecken. Und dann braucht der Schiedsrichter gefühlt zehn Minuten, um sich festzulegen. Ich bleibe ein totaler Gegner des VAR. Er macht den Fußball kaputt.“

Eine ähnliche Meinung vertritt auch Philipp Köster vom Fußballmagazin 11Freunde. Ohne radikale Reformen macht der Kölner Keller das Stadionerlebnis kaputt, meint Köster. Er fordert radikale Reformen, unter anderem soll der Kölner Keller aufgelöst und der VAR direkt ins Stadion an den Spielfeldrand gesetzt werden.

Rudi Völler, ehemaliger Nationalspieler und heutiger Direktor der Nationalmannschaft, kann sich den Fußball ohne Videobeweis nicht mehr vorstellen. Bild: Fuguito, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Rudi Völler, ehemaliger Nationalspieler und heutiger Direktor der Nationalmannschaft, kann sich den Fußball ohne Videobeweis nicht mehr vorstellen. Bild: Fuguito, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Bundesligatrainer in der Mehrheit für den Video-Assistenten

Die Sporthochschule Köln hat im Jahr 2019 eine Studie zum Videobeweis unter Schiedsrichtern, Trainern und Spielern durchgeführt. Lediglich 20 Prozent der Befragten monierten die negativen Aspekte des Videobeweises. Und nur drei der 18 Bundesligatrainer wollten den Video-Assistenten direkt wieder abschaffen.2Das waren der damalige Schalke-Trainer David Wagner, Marco Rose aus Mönchengladbach und Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel. Allerdings geben selbst die Befürworter zu, dass der Videobeweis dem Fußball die Emotionen nimmt.

Auch Rudi Völler, seit 1. Februar 2023 Direktor der deutschen Nationalmannschaft, war nur anfänglich gegen den Video-Assistenten: „Am Anfang war ich noch gegen den Videobeweis. Jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass er nicht mehr da ist“.

Die Befürworter des Videobeweises setzen auf Transparenz. DFB-Schiedsrichter Patrick Ittrich geht davon aus, dass man den Fans erklären muss, wie und weshalb im Kölner Keller entschieden wird. Ittrich: „Es ist das A und O, dass wir die Fans im Stadion und an den Bildschirmen mitnehmen und erklären, was wir tun.“

Transparenz für die Zuschauer im Stadion: Anzeige zur Entscheidung des Videoassistenten im Stadion, Bild: DFB
Transparenz für die Zuschauer im Stadion: Anzeige zur Entscheidung des Videoassistenten im Stadion, Bild: DFB

Weitere Entfremdung zwischen Profi- und Amateurbereich

Bei allen pro- und contra-Argumenten bleibt aber eine Sache völlig außer Acht: Bis zur Einführung des Videoschiedsrichters in der Saison 2017/18 gab es nur ein einziges Regelwerk, egal ob es sich um das Top-Spiel der Bayern gegen Dortmund oder einen Kick in der Kölner Kreisklasse D zwischen dem SC Volkhoven III und dem VfR Sinnersdorf handelte. Da aber der Videobeweis nur in den beiden ersten Ligen eingesetzt wird, haben sich diese beiden Welten noch mehr entfremdet als vorher schon.

Selbst im Kölner Keller immer vorschriftsgemäß im Schiedsrichtertrikot: Videoassistenten bei der Arbeit, Bild: DFB
Selbst im Kölner Keller immer vorschriftsgemäß im Schiedsrichtertrikot: Videoassistenten bei der Arbeit, Bild: DFB

Im Trikot im Keller

Im dunklen Kölner Keller -wegen der für die Videoanalysen notwendigen Lichtverhältnisse ist das tatsächlich ein Keller- wird aber munter weiter entschieden. Kurios: Die an den Monitoren sitzenden Schiedsrichter tragen übrigens im Einsatz immer Schiedsrichtertrikots.

Im Kölner Keller. Irgendwie schräg.  


Auch der DFB fühlt sich der Transparenz verpflichtet und hat ein Video über den Kölner Keller, die Protagonisten und die Arbeitsweise veröffentlicht.


E-Mail-Newsletter

Das "Köln-Ding der Woche" per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Zum Hören als Podcast oder zum Lesen im Blog.

Aber immer kurz & knackig, immer subjektiv & voreingenommen. Und immer kostenlos!
Datenschutz *

Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick mir einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und ich trage dich in den Verteiler ein.


*Datenschutzerklärung

Kölner Stadtteile: Zollstock – das Maß aller Dinge!

Das Zollstockwappen: Unter den Drei Kronen des Kölner Wappens ist der Zollstock, das Zollhäuschen und das Pflaster des Zollstockswegs abgebildet.
Das Zollstockwappen: Unter den drei Kronen des Kölner Wappens ist der Zollstock, das Zollhäuschen und das Pflaster des Zollstockswegs abgebildet.

Wenn es bei der Kölner Fortuna im Südstadion gut läuft, erschallt neben den obligatorischen „Fortuna“-Rufen auch „Zollstock ist das Maß aller Dinge.“ Was zunächst vermessen scheint, ist aber tatsächlich die Wahrheit: Mit einem Zollstock lassen sich alle beliebigen Dinge vermessen. Nur hat der Name des Kölschen Veedels Zollstock nichts mit dem gleichnamigen Gliedermaßstab zu tun, sondern mit einer ehemaligen Zollgrenze.

Zollgrenze zwischen erzbischöflichem Gebiet und der freien Reichsstadt Köln

Bevor der eigentliche Stadtteil entstand, fanden sich auf dem Gebiet des heutigen Zollstocks nur Kappesboore1Bauern, die Kohl anbauen. und, dank des lehmreichen Bodens, einige Ziegeleien. Erst 1877 findet sich die erste Erwähnung des Ortsnamens Zollstock in „Grevens Adressbuch“. Doch den eigentlichen Zollstock, welcher die Zollgrenze bildete, gab es bereits etwa 100 Jahre früher.

Schon seit etwa 1770 wurden vor den Stadttoren der Stadt Köln Schlagbäume aufgestellt. Die Zollgrenze bildete der Bischofsweg. Dieser Bischofsweg2Nicht zu verwechseln mit dem heutigen Bischofsweg als Verbindung zwischen Bonner Straße und Vorgebirgsstraße. lief einmal rund um die damalige Stadt Köln und markierte die Grenze zwischen der Reichsstadt Köln und den vom Erzbischof kontrollierten Territorien, abgegerenzt durch Schlagbäume. Auch im heutigen Zollstock befand sich ein solcher Schlagbaum.

Der Bischofsweg folgt im Abstand der Stadtmauer und "umrundet" die Stadt Köln, Bild: Schweidkarte aus dem 17. Jahrhundert.
Der Bischofsweg folgt im Abstand der Stadtmauer und „umrundet“ die Stadt Köln, Bild: Schweidkarte aus dem 17. Jahrhundert.

Zuerst wenig wohnliche Gegend, später „Schutzmannshausen“

Ab ca. 1815/16 gehörte das heutige Zollstocker Gebiet zur Bürgermeisterei Rondorf. Die Lehmhütten in Zollstock und die Kiesgruben führten dazu, dass es in Zollstock, so der Bürgerverein Zollstock, „aussah wie eine Mondlandschaft: Brachgelände, Mulden, Erdhügel, einige größere Gruben am Gottes- und Zollstocksweg reichten sogar bis aufs Grundwasser.“

Verständlich, dass sich hier zunächst nur wenige Menschen niederlassen wollten. So wurden für das Jahr 1880 gerade einmal 102 Einwohner verzeichnet. Im Zuge der zahlreichen Eingemeindungen im Jahr 1888 wurde der Stadtteil nach Köln eingemeindet – ein Glücksfall für Zollstock. Denn mit dieser Eingemeindung siedelten sich zahlreiche Unternehmen und damit auch deren Arbeitnehmer an.

So begann Zollstock ab dem Jahr 1900 massiv zu wachsen. Zahlreiche Wohnungsbaugenossenschaften errichteten Siedlungsbauten, vorrangig für Beamte. Schnell bürgerte sich daher der Begriff „Schutzmannshausen“ ein. Diese Wohnhäuser, unter anderem auch von Wilhelm Riphahn, prägen noch immer das Zollstocker Stadtbild. Heute leben mehr als 23.000 Menschen in diesem Stadtteil.

Die von dem renommierten Kölner Architekten Wilhelm Riphahn 1927-30 konzipierte Wohnsiedlung in Zollstock, Bild: Asperatus, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Die von dem renommierten Kölner Architekten Wilhelm Riphahn 1927-30 konzipierte Wohnsiedlung in Zollstock, Bild: Asperatus, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Straßenbahn selber bezahlt?

Zollstock ist durch die Straßenbahnlinie 12 angebunden. Karlheinz Steimel, Vorsitzender des Zollstocker Bürgervereins im Jahr 2008, stellte klar, dass Zollstocker Geschäftsleute und Bürger schon ab 1900 für eine Anbindung ans Straßenbahnnetz kämpften. Doch der Bau der Straßenbahn wurde von der Stadt erst beschlossen wurde, nachdem die „Vereinigung der Fabrik-, Haus- und Grundbesitzer von Köln Zollstock“ 50.000 Goldmark dafür gesammelt hatte.

Angeblich hätten die Zollstocker 1904 als einziger Stadtteil für die Schienen der Straßenbahn selber zahlen müssen.

Die Linie 12, im Hintergrund die typischen Zollstocker Genossenschaftsbauten, Bild: Qualle, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Die Linie 12, im Hintergrund die typischen Zollstocker Genossenschaftsbauten, Bild: Qualle, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

„Man muss ja auch nicht alles glauben, was man so hört … – mer kann et ävver jot wigger verzälle!“, so der Ur-Zollstocker, Stadtführer, Buchautor und Liedermacher Günter Schwanenberg zu der „Ortslegende“ rund um die bezahlte Straßenbahn. Tatsächlich, so Schwanenberg, wurden wohl auch andere Stadtteile zur Kasse gebeten.

Kölns größer Friedhof liegt in Zollstock

Die Endhaltestelle der Zollstocker Straßenbahnlinie 12 ist heute an Kölns größtem Friedhof, dem Südfriedhof. Auch wenn die Promi-Dichte nicht so hoch ist wie auf dem Melatenfriedhof, haben auf dem Südfriedhof eine ganze Reihe bekannter Kölner ihre letzte Ruhe gefunden. Und da das Villenviertel Marienburg zum Beerdigungsbezirk des Südfriedhofs gehört, gibt es auch hier eine kleine „Millionenallee“. 

Licht und Schatten auf dem Kölner Südfriedhof, Bild: Thomas Salditt
Licht und Schatten auf dem Kölner Südfriedhof, Bild: Thomas Salditt

Der eher an einen Park erinnernde Friedhof, eröffnet am 1. April 1901, weist nicht das typische schachbrettartige Muster von Friedhöfen auf. Die bogenförmig angelegten Wege des ältesten Teils des Friedhofs laden dazu ein, nicht systematisch über das Gelände zu gehen. Eher lässt man sich treiben, erkundet auch kleinere Gräberfelder.

Indianer mitten in der Stadt?

Eine Besonderheit ist die sogenannten „Indianersiedlung“ in Zollstock. Auf einem Gelände in der Nähe des Südfriedhofs wurden Ende der 1920er Jahre für bedürftige Menschen Behelfssiedlungen zugelassen. Die Auflagen für den Bau waren, um die Kosten möglichst niedrig zu halten, sehr gering. Allerdings musste schnell nach Erteilung eines „Bauscheins“ mit dem Bau begonnen werden. Wie und was gebaut wurde, wurde den Bauherren überlassen.

So entstanden sehr individuelle Bauten, die nach dem Zweiten Weltkrieg auch von Flüchtlingen und später von Studenten, die alternative Wohnformen suchten, genutzt wurden. 

Doch schon seit den 1960er Jahren wurde über eine Erweiterung des Südfriedhofs nachgedacht. Dafür wurden die sich im städtischen Besitz befindlichen Parzellen der Indianersiedlung geräumt, berichtet der ausgewiesene Zollstock-Kenner Günter Schwanenberg. Die Parzellen, die sich im Besitz der Bahn befanden, blieben unangetastet.

Die Indanersiedlung in Köln-Zollstock, Bild: Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Die Indanersiedlung in Köln-Zollstock, Bild: Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Allerdings waren die Hippies und Kommunarden in der Siedlung von Seiten der Stadt wenig erwünscht. Daher beschloss man 1978 eine Änderung des Flächennutzungsplans: Die Indianersiedlung sollte verschwinden, stattdessen sollte der Südfriedhof vergrößert und auch Gewerbeflächen angeboten werden. Doch die Siedler zeigten sich wehrhaft und organisierten sich erfolgreich. Sie gründeten eine Genossenschaft und kauften das Gelände Ende der 1990er Jahre.

Der Begriff „Indianersiedlung“ stammt von dem Autor Hans Conrad Zander, ebenfalls Bewohner dieser Siedlung. Er besuchte Indianer-Reservate und stellte Ähnlichkeiten mit der Siedlung in Zollstock fest. Diese sei, so Zander, ähnlich eigenwillig und naturverbunden und er prägte daher den Begriff „Indianersiedlung“.

Das Kölner Südstadion, Bild: Uli Kievernagel
Das Kölner Südstadion, Bild: Uli Kievernagel

Denn Fortuna, dat simmer all he

Auch wenn sich der SC Fortuna Köln immer als „Südstadtverein“ präsentiert: Tatsächlich liegen Stadion und Geschäftsstelle in Zollstock. Wenn die Vereins-Hymne am Spieltag durch das Stadion an der Vorgebirgsstraße schallt und sich alle bei „Dausend Fahne, nur ze ahne“ in den Armen liegen, ist allen leidgeprüften Fortuna-Fans klar, dass es irgendwann so weit sein wird:

Eines Tages wird’s geschehen,
ja dann fahren wir nach Mailand,
um Fortuna Köln zu sehen.“

Aus & für Zollstock: In diesem Veedel ist man bestens organisiert!
Aus & für Zollstock: In diesem Veedel ist man bestens organisiert!

Zollstocker sind gut organisiert!

Auch unabhängig von den „Indianern“ zeigt sich Zollstock sehr gut organisiert. Nicht nur wegen des Bürgervereins Zollstock, immerhin einer der größten und ältesten Bürgervereine Kölns, sondern auch wegen zahlreicher Initiativen und Vereine wie zum Beispiel

 
Der idyllische Kalscheurer Weiher, links befinden sich Büdchen und Bootsverleih, Bild: Unclesam999, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Der idyllische Kalscheurer Weiher, links befinden sich Büdchen und Bootsverleih, Bild: Unclesam999, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Einer der schönsten Biergarten Kölns befindet sich in Zollstock, am Kalscheurer Weiher. Im Grüngürtel betreibt eine Bürgerinitiative seit ein paar Jahren liebevoll ein Büdchen, für welches mehr als 40.000 Euro an Spenden eingeworben und viele tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet wurden. Für die Freizeitkapitäne gibt es einen Bootsverleih.

Zollstock aus Zollstock

Und wie war das jetzt mit „Maß aller Dinge“? Der Zollstocker Bürgerverein hat das mit dem „Zollstock aus Zollstock“ wörtlich genommen und zum 111jährigen Jubiläum tatsächlich einen Zollstock mit dem Zollstocker Wappen produzieren lassen.

Der „Zollstock aus Zollstock“ vom Allgemeinen Bürgerverein Zollstock e.V.
Der „Zollstock aus Zollstock“ vom Allgemeinen Bürgerverein Zollstock e.V., Bild: Uli Kievernagel

Jood jemaht!


111 Jahre Allgemeiner Bürgerverein Zollstock

Zum 111jährigen Jubiläum im Jahr 2019 hat der Allgemeine Bürgerverein Zollstock eine Festschrift herausgegeben. Der Ur-Zollstocker Günter Schwanenberg hat die Geschichte des Bürgervereins, die untrennbar mit der Geschichte des Veedels verbunden ist, aufgearbeitet.

Anders als übliche Festschriften, die oft nur aus Werbung des lokalen Einzelhandels bestehen, hat Schwanenberg akribisch, zum Teil kritisch, aber immer mit einem Augenzwinkern die 111 Jahre des Bürgervereins in 52 äußerst lesenswerte Seiten gefasst.


Der Theophanoplatz mitten in Zollstock, Bild: Quadworks, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Der Theophanoplatz mitten in Zollstock, Bild: Quadworks, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Zollstock: „Du häs Charme, ävver kei Minsch erkennt dat“

Die Bläck Föös haben neben der Fortuna-Vereinshymne auch noch einen zweiten Titel zu Zollstock im Repertoire. Im Lied „Zollstock“ aus der Feder von Hans Knipp heißt es:

Du liss janz noh bei d`r Maathall,
wick vun Amsterdam Rio un Rom,
m‘r läuf verdammp lang bes noh Knapsack
un och e joot Stöck bes zom Dom.

Joot versteck zwesche drei Täler,
Linden-, Bayen- un Raderthal,
recks Du Dich däm Himmel entjäje,
doch däm es dat völlich ejal.

Refrain:
Zollstock, Zollstock, Zollstock,
en Zollstock es et su schön.
Ding Kirche, Kneipe un Parkplätz,
ding Schreberjäde su jrön.

Zollstock, Zollstock, Zollstock, Zollstock,
die Melodie en mir klingk.
Dä kann sich jlöcklich schätze,
dä Dich om Stadtplan fingk.

Et Eifeltor es di Hätzstöck,
häs ne Friedhof, su still un su jroß.
Du häs Charme, ävver kei Minsch erkennt dat,
doch dat määt dir hätzlich winnich us.

Ding Mädche, die laache am Morje,
se laache d’r janze Daach,
se laache och noch am Ovend,
mein Jott, se laachen och de janze Naach.

Refrain:
Zollstock, Zollstock, Zollstock…

Du woods noch niemols besunge,
wä will, dä soll dat verston.
Do es noch kei Minsch drop jekumme,
dobei häs Du doch keinem jet jedon.

Ich ben leider nit he jebore,
ich kumm nur janz selden he hin.
Doch eine letzte Wunsch, dä hätt ich,
deef en Zollstock bejrave ze sin.

Refrain:
Zollstock, Zollstock, Zollstock…

Zollstock, Zollstock, Zoll- Zoll- Zollstock
E besje bes de wie ich
Ich kenne su- u – vill Minsche,
ävver keiner kennt mich.

Weißes Schiff, bring mich nach Zollstock
in die Heimat zurück.
Ich ston om Mond un luur op Zollstock.
Wann kütt die 12, ich muss noh Zollstock.
Zollstock, Zollstock schlof joot.


E-Mail-Newsletter

Das "Köln-Ding der Woche" per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Zum Hören als Podcast oder zum Lesen im Blog.

Aber immer kurz & knackig, immer subjektiv & voreingenommen. Und immer kostenlos!
Datenschutz *

Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick mir einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und ich trage dich in den Verteiler ein.


*Datenschutzerklärung

Pfarrkirche Christi Auferstehung – verspiegelter Hingucker im belgischen Viertel

Die Kirche Christi Auferstehung Bild HOWI - Horsch, Willy, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Die Kirche Christi Auferstehung Bild HOWI – Horsch, Willy, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Ufo? Eine Kirche? Eine Disco? Verwundert reibt man sich die Augen, wenn man auf den verspiegelten Bau an der Moltekstraße im Belgischen Viertel schaut. Irgendwie erkennt man dann aber, dass es sich schon um eine Kirche handelt. Immerhin gibt es einen Kirchturm. Und auch die roten Stahlträgern bilden die Silhouette einer Kirche nach.

Tatsächlich ist es keine Kirche. Zwar stand hier einmal die Auferstehungskirche – immerhin der damals größte eigenständige Kirchenbau der Alt-Katholiken in Deutschland. Doch heute ist der verspiegelte Bau ein reines Bürohaus. 

Alt-Katholiken gründen sich nach dem Ersten Vatikanischen Konzil 

Die Alt-Katholiken haben sich als Folge der Beschlüsse des Ersten Vatikanischen Konzils (1869/70) gegründet. In diesem Konzil wurden das „Papstprimat“1Der Vorrang des Papstes als Führer aller Christen. und die Unfehlbarkeit des Papstes festgelegt. Christen, die diese Beschlüsse nicht mittragen wollten wurden exkommuniziert und gründeten neue, unabhängige Gemeinden.

„Diese Bewegung hatte einen enormen Erfolg im wirtschaftsliberalen katholischen Bürgertum“ so Ulrich Krings ehemaliger Kölner Stadtkonservator im Kölner Stadt-Anzeiger2„Die Auferstehung einer Kirche“, in der Ausgabe vom 13. Januar 2021. Und genau diese Personen waren wohlhabend und stifteten erhebliche Summen, um sich ein repräsentatives Gotteshaus in Köln zu errichten. So stiftete zum Beispiel Carl Stollwerck, ein Mitglied der Stollwerck-Schokoladen-Dynastie, die Kanzel.

Anleihen aus der Romanik und dem Jugendstil

Im Jahr 1906 begann der Bau der Auferstehungskirche. Der Architekt Peter Recht errichtete einen außergewöhnlichen Kirchenbau. Ein völlig neuer Stil mit Anleihen aus der Romanik und dem Jugendstil. So entstand eine zweijochige Kirche mit breitem Querschiff und zwei kleineren Türmen am Chor. Auch die verwendeten Materialien verschafften dieser Kirche eine ganz besondere Wirkung. Während der Sockel aus Dolomitgestein gefertigt wurde, waren die Wände aus Backstein gemauert. Ein Putz mit weißen und schwarzen Steinen auf den großen Wandflächen sorgte für einen weiteren Farbkontrast.

Die Kirche Christi Auferstehung früher, Bild anonym, via Wikimedia Commons
Die Kirche Christi Auferstehung früher, Bild anonym, via Wikimedia Commons

Ulrich Krings ist sich sicher: „Das war völlig revolutionär für 1906. Das hätte die katholische Kirche niemals zugelassen.“3„Die Auferstehung einer Kirche“, in der Ausgabe vom 13. Januar 2021. Tatsächlich gab es sogar ausdrückliche Verbote von Seiten der katholischen Bistumsleitung, Elemente des Jugendstils für Kirchen zu verwenden.

Vielleicht noch ein Grund mehr für die Alt-Katholiken, sich auch und gerade durch den Baustil des Gotteshauses deutlich von der katholischen Kirche abzugrenzen.

Die 1944 durch zwei Bomben zerstörte Kirche Christi Auferstehung, Bild: Alt-Katholische Gemeinde Köln
Die 1944 durch zwei Bomben zerstörte Kirche Christi Auferstehung, Bild: Alt-Katholische Gemeinde Köln

Zerstörung im Krieg – moderner Wiederaufbau

Zwei Bombentreffer im Jahr 1944 beschädigten die Kirche – bis auf den Kirchturm – so schwer, dass die weitere Benutzung des Kirchenraums nicht mehr möglich war. Daher wurde 1953 eine Notkirche an gleicher Stelle fertiggestellt. Allerdings fehlten der Gemeinde für eine vollständigen Wiederaufbau die finanziellen Mittel.

In den 1980er Jahren entschloss sich die Gemeinde, dass Kirchengrundstück zu verkaufen und bebauen zu lassen. Die entscheidende Idee für den Neubau lieferte der Architekt Professor František Sedláček (1943 – 2008). Statt eines gesichtslosen sechsgeschossigen „normalen“ Neubaus schlug Sedláček vor, mit einem roten Stahlgerüst die Silhouette der Kirche nachzuempfinden.

Die Kirche Christi Auferstehung früher und heute, Bild früher: anonym, Bild heute: HOWI - Horsch, Willy, CC BY 3.0, beide via Wikimedia Commons
Die Kirche Christi Auferstehung früher und heute, Bild früher: anonym, Bild heute: HOWI – Horsch, Willy, CC BY 3.0, beide via Wikimedia Commons

Und somit entstand von 1991 bis 1993 wieder eine ganz besondere Architektur an der Moltkestraße: Der sanierte Kirchturm wird von einem futuristischen, verspiegelten und an die Kirche erinnernden modernen Bau flankiert.

In diesem Bau unterhalten mehre Unternehmen ihre Büros, darunter auch die Web- und Werbeagentur cekom. Geschäftsführer Marcus Fornfeist schätzt diese außergewöhnlichen Räumlichkeiten. Und die Turmglocke, so Fornfeist mit einem Lächeln im Gesicht, hilft bei der Tagesstruktur: „Mittags um 12 Uhr, weist sie darauf hin, dass man auch mal was essen sollte und um 18 Uhr, dass es auch einen wohlverdienten Feierabend gibt.“

Marcus Fornfeist, Geschäftsführer der Web- und Werbeagentur cekom, schätzt diese ganz besonderen Räumlichkeiten und ganz besonders den Glockenschlag der Christuskirche, Bild: cekom
Marcus Fornfeist, Geschäftsführer der Web- und Werbeagentur cekom, schätzt diese ganz besonderen Räumlichkeiten und ganz besonders den Glockenschlag der Christuskirche, Bild: cekom

„Geiss TV“ und „Roberto Geissini“

Zwischenzeitlich residierten in dem Bau auch zwei Firmen des aus dem Fernsehen bekannten Unternehmers Robert Geiss. Der um seine markanten Sprüche nie verlegene „Rooooooooobert“ Geiss meinte dazu „Wenn wir schon nicht den Dom kriegen, dann wenigstens eine Kirche“.

Damit lag Geiss allerdings falsch. Denn das verspiegelte Gebäude ist nur einer Kirche nachempfunden, war aber nie ein Gotteshaus. Daher gefiel dem Gemeindepfarrer der Alt-Katholischen Gemeinde Jürgen Wenge diese Aussage von Robert Geiss überhaupt nicht. Er wies darauf hin, dass sich das eigentliche Kirchengebäude nach wie vor im Besitz und Gebrauch der alt-katholischen Gemeinde befinde und lediglich das Bürohaus von Geiss genutzt werde. Und glücklich war Wenge mit seinen neuen Nachbarn auch nicht: „Wenn wir hier ein Mitspracherecht hätten, würden wir mit Sicherheit andere Nachbarn als dieses Promipaar mit seinem Soap-Gedöns wählen.“4„Die Geissens haben Streit mit neuen Nachbarn“, Rheinische Post vom 11.03.2016

Blick aus dem neuen Kirchenraum durch die Glaspyramide auf den alten Turm, Bild: Alt-Katholische Gemeinde Köln
Blick aus dem neuen Kirchenraum durch die Glaspyramide auf den alten Turm, Bild: Alt-Katholische Gemeinde Köln

Alt-Katholische Kirche direkt neben dem modernen Bau

Tatsächlich hat sich die Gemeinde von den Verkaufserlösen eine völlig neue Kirche gebaut. Diese befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrgartens, fast direkt an dem verspiegelten Bau.  Der Eingang zur neuen Kirche befindet sich im Torbogen zum ehemaligen Pfarrgarten. Durch eine Glaspyramide über dem Kirchenraum ist der direkte Blick auf den Kirchturm möglich.

Und in welcher anderen Kirche kann man schon aus dem Innenraum direkt auf den Kirchturm schauen?


E-Mail-Newsletter

Das "Köln-Ding der Woche" per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Zum Hören als Podcast oder zum Lesen im Blog.

Aber immer kurz & knackig, immer subjektiv & voreingenommen. Und immer kostenlos!
Datenschutz *

Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick mir einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und ich trage dich in den Verteiler ein.


*Datenschutzerklärung