Die „Kölsche Fooderkaat“, Teil I: Ädäppelschlot bis Decke Bunne

Kölsches Essen - deftig und bodenständig.

Die Reaktionen auf den „Halve Hahn“ haben gezeigt, dass es noch reichlich Fragen rund um das kölsche Essen gibt. Und tatsächlich: Wenn ich mit Gästen von außerhalb in Kölns Brauhäusern unterwegs bin, kreisen die Fragen immer wieder um Kölsch (klar) und um das Essen. Die „Kölsche Fooderkaat“, (wörtlich übersetzt „Futterkarte, also die Speisekarte) ist für Auswärtige (und selbst einige Kölsche) nicht immer auf Anhieb zu verstehen. Um euch auf euren Besuch im Brauhaus vorzubereiten, starte ich daher heute die Reihe „Die kölsche Fooderkaat“ und erkläre die wichtigsten typischen kölschen Gerichte.
Juten Hunger!


Ädäppelschlot mit ´nem Wöösche, Bild: derateru / pixelio.de
Ädäppelschlot mit ´nem Wöösche, Bild: derateru / pixelio.de
Ädäppelschlot

Ädäppel sind Kartoffeln, mit Schlot meint der Kölner Salat. Ganz ehrlich: „Den“ einzigartigen kölschen Ädäppelschlot jitt et nit. In der Regel ist der kölsche Kartoffelsalat dank reichlich Mayonnaise eher eine vollwertige Mahlzeit als eine Beilage. Damit ist dieser Schlot eine sehr gute Grundlage zum Beispiel an Karneval. Dann noch Wöösche (Würstchen) oder Frikadellen dazu und das Kölsch schmeckt direkt doppelt so gut. Nur am Rande: Der Ädäppelschlot ist bei vielen kölschen Familien das traditionelle Weihnachtsessen.


Erbsensuppe, für den Kölner "Ähzezupp", Bild: olga meier-sander / pixelio.de
Erbsensuppe, für den Kölner „Ähzezupp“, Bild: olga meier-sander / pixelio.de
Ähzezupp

DAS traditionelle Gericht am Rosenmontag, bevor es zum Zoch geht: Erbsensuppe. Macht satt, hält warm und ist eine hervorragende Grundlage für die vielen, vielen Kölsch, die im Laufe des Tages folgen werden.


Bratwurst - jetzt fehlt nur noch der Wirsing und Bratkartoffel, Bild: Kerstin Schwebel / pixelio.de
Bratwurst – jetzt fehlt nur noch der Wirsing und Bratkartoffel, Bild: Kerstin Schwebel / pixelio.de
Brodwoosch

Einfach nur Bratwurst. Und hier ist mein ultimativer Tipp: Probiert die Bratwurst am Meter im Sion-Brauhaus. Zusammen mit Wirsing und Bratkartoffeln und ein paar Sion-Kölsch ist das eine Traumkombination.


Gebackener Camembert, außen goldgelb, innen flüssig, Bild: Harald Bischoff
Gebackener Camembert, außen goldgelb, innen flüssig, Bild: Harald Bischoff
Camembert

Der gebackene Camembert fehlt in keiner Brauhaus-Speisekarte. Außen goldgelb gebacken muss der Käse innen flüssig sein. Als Beilage gibt es Schwarzbrot und Preiselbeeren.


Gekochte "Decke Bunne"
Gekochte „Decke Bunne“
Decke Bunne

Dicke Bohnen mit Speck. Die Bohnen sind dicke „Saubohnen“, auch als Ackerbohnen, Schweinsbohnen oder Puffbohnen bekannt. Diese Mahlzeit ist schnell zubereitet, die Zutaten sind günstig und sehr sättigend. Daher sind „Decke Bunne“ eigentlich ein „Arme-Leute-Essen“.  In den Brauhäusern wird das Gericht oft mit Mettwürsten oder sogar einem Kotelett angeboten.


In den nächsten Wochen geht es weiter, dann lernt ihr so interessante Gerichte wie „Himmel un Äd“, „Kölscher Kaviar“ oder Soorbrode kennen.


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