Von 4 bis 10 Milliarden – der Dom in Zahlen

Da steht er – und da bleibt er: Der Kölner Dom, Bild: KölnTourismus GmbH, Andreas Möltgen
Der Kölner Dom in voller Pracht, Bild: KölnTourismus GmbH, Andreas Möltgen

Es ist immer wieder ein grandioser Anblick: Ich stehe mit meinen Gruppen vor dem Dom und alle (inklusive Stadtführer) sind fasziniert.

Unser wunderschöner Dom zieht alle in seinen Bann. Und dann kommen die Fragen:
Wie hoch ist der Dom?
Wie viele Stufen sind es bis nach oben?
Wie viele Menschen kommen täglich?

Antworten auf alle diese Fragen gibt dieses „Köln-Ding der Woche“.


Das ist die Hausnummer des Doms. Falls ihr dem Dom eine Postkarte schreiben wollt: Die korrekte Adresse lautet:
Kölner Dom, Domkloster 4, 50667 Köln



20 Zentimeter würden die Domspitzen bei einem Erdbeben der Stärke 7 schwanken. Dies ist uns bis jetzt erspart geblieben. 10 Zentimeter Schwankung würde der Dom nahezu unbeschädigt aushalten, so Statiker. Selbst bei dem Erdbeben in Japan im März 2011 hat der Dom um ca. 1,5 cm geschwankt.


Der Decke Pitter im Kölner Dom, Bild: Pappnaas666
Schwerer Kamerad: Der Decke Pitter im Kölner Dom, Bild: Pappnaas666

24 Tonnen
…  und somit so viel wie fünf ausgewachsene Elefanten, wiegt die St. Petersglocke, von den Kölschen nur liebevoll „Decke Pitter“ genannt.


Die Dame müsste sich nur etwas bücken - dann würde sie in das Mittelschif des Doms passen, Bilder/Collage: Uli Kievernagel
Die Dame müsste sich nur ein wenig bücken – dann würde sie in das Mittelschiff des Doms passen, Bilder/Collage: Uli Kievernagel

43,35 Meter
… beträgt die Innenhöhe der Mittelschiffe im Dom. Damit würde fast die Freiheitsstatue in den Dom passen – diese ist 46 Meter hoch.


Zwei die im Dom was zu sagen haben: Der Dombaumeister Peter Füssenich (rechts) und der Decke Pitter (im Hintergrund), Bild: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Zwei die im Dom was zu sagen haben: Der Chef der Dombauhütte Peter Füssenich (rechts) und der Decke Pitter (im Hintergrund), Bild: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

100 Mitarbeiter hat die Dombauhütte, davon etwa 80 Handwerker (unter anderem Steinmetze, Glasmaler, Gerüstbauer, Schreiner, Dachdecker, Maler, Elektriker, Schlosser) und ca. 20 in der Verwaltung (unter anderem Architekten, Kunsthistoriker und Archäologen). Der Chef der Dombauhütte trägt den Titel „Dombaumeister“ und das ist seit Januar 2016 Peter Füssenich.


123,50 Euro zahlt, wer gegen den Dom pinkelt.
Dat mäht man jo uch nit! 


Der Dom hat eine Gesamtlänge von 144,58 Meter (außen). Also könnten an der Fassade entlang 8 Gelenkbusse oder 53 Smarts parken. Oder man stellt fast 3.000 Kölschgläser nebeneinander.


Die ungleich hohen Domtürme fallen nur dem geübten Betrachter auf, Bild: Uli Kievernagel
Die ungleich hohen Domtürme fallen nur dem geübten Betrachter auf, Bild: Uli Kievernagel

157,38 Meter beträgt die Höhe des Nordturms. Was kaum einem auffällt:
Der Südturm ist 7 cm kleiner. Aber das sehen nur Profis. 


533 Stufen sind bis zur Turmspitze im Südturm. Gottseidank muss man nicht den 7 cm höheren Nordturm erklimmen. Der Spaß kostet übrigens 5 Euro für Erwachsene. Fast geschenkt – das ist weniger als 1 Cent je Stufe.


Satte 632 Jahre haben – mit ein paar Unterbrechungen zwischendurch – die Kölner am Dom gebaut – von 1248 bis 1880. Dieser Rekord soll übrigens durch den Bau den Nord-Süd-Bahn übertroffen werden. Die Eröffnung dieser Strecke ist für das Jahr 2637 geplant.


1880 bis 1884 war der Dom das höchste Gebäude der Welt bis er vom Washington Monument übertroffen wurde. 


Der Dom bietet 4.000 Plätze insgesamt, davon ca. 2.800 Stehplätze und 1.200 Sitzplätze. Richtig voll wird es aber nur an Weihnachten und Dreikönige


Der Dom würde genug Platz für ein Fußballspiel bieten.
Der Dom würde genug Platz für ein Fußballspiel bieten.

Der Dom hat eine überbaute Fläche von 7.194 Quadratmetern.
Das entspricht ziemlich genau einem Fußballfeld.


Das Richter-Fenster im Dom, Bild: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Das Richter-Fenster im Dom, Bild: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Der Dom verfügt über 10.000 Quadratmeter Fensterfläche. Und das (für mich) schönste Fenster ist das Richter-Fenster im südlichen Querhaus. Mein Tipp: Die beste Wirkung hat das Fenster bei Sonnenschein um die Mittagszeit.
Unbedingt ansehen, die Wirkung ist verblüffend.


Im Durchschnitt kommen 25.000 Besucher täglich in den Dom. 


Die Kosten für den Dom betragen 33.000 Euro täglich. Davon gehen etwa 20.000 Euro in den Bauerhalt, der Rest wird zur Deckung der laufenden Kosten benötigt.


240.000 Tonnen
wiegt der Dom. Davon entfallen ca. 120.000 Tonnen auf das Gebäude, welches man sieht. Die restlichen 120.000 Tonnen wiegt das Fundament, welches dem Dom seinen sicheren Stand verleiht. Damit ist der Dom aber immer noch ein Leichtgewicht: Das Empire State Buidling in New York wiegt 365.000 Tonnen und die Cheops-Pyramide satte 6,5 Mio. Tonnen.



10 Milliarden Euro würde es kosten, den Dom heute noch einmal neu zu bauen. Und deshalb heißt es auch: „Mer loss d´r Dom in Kölle“.


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