Ein paar Fragen an: Marc Neumann – der „Herr der kölschen Brücken“

Marc Neumann, Brücken
Der Ingenieur Marc Neumann ist bei der Stadt Köln im Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau tätig. Bild Neumanmn: privat, Bilder Brücken: Raimond Spekking

 

Marc Neumann kennt sich mit den Brücken Kölns aus wie kaum ein anderer. Er hat „konstruktiven Ingenieurbau“ studiert und ist heute bei der Stadt Köln im Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau tätig. Dort betreut er die Kölner Brücken, die über den Rhein führen und die der Stadt Köln gehören:

Marc berichtet uns in diesem Podcast von den Herausforderungen bei den Brücken, von der Historie dieser Bauwerke und auch von der ganz speziellen Farbe unserer Brücke.


Genau wie alle anderen Menschen in der Rubrik „Ein paar Fragen an …“ hat auch Marc zu den „Kölschen Fragen“ Rede und Antwort gestanden.

Der "Herr der Brücken" Marc Neuman (in der Mitte) war zu Gast beim "Köln-Ding der Woche" , Bild: Uli Kievernagel
Der „Herr der Brücken“ Marc Neuman (in der Mitte) war zu Gast beim „Köln-Ding der Woche“ , Bild: Uli Kievernagel

Wenn nicht Köln – wo sonst könntest du wohnen? Und warum gerade dort?

Ich verstehe die Frage nicht. 😊

Welche kölschen Eigenschaften zeichnet dich aus?

Für mich gilt: „Jönne künne, dat künne mer joot.“ – also die Großzügigkeit der Kölner, auch anderen etwas zu gönnen. Und ich denke, ich habe auch „dat Hätz am rechten Fleck“, also eine „gesunde“ Einstellung zum Leben und zu seinen Mitmenschen.

Was würdest du morgen in unserer Stadt ändern?

Da ich nicht unter Profilneurose leide, würde ich mich mal um das kümmern, was da ist, und nicht das, was man gerne hätte.

Nenne ein/zwei/drei Gründe, warum man Köln morgen verlassen sollte.

Ich würde Köln nur verlassen, nur, um nach zwei, drei Wochen wiederzukommen, weil ich ja sehr heimatverbunden bin. Ich bin sehr verwurzelt hier in Köln.

Die Poller Wiesen heute, rechts der Deutzer Hafen, Bild: ToLo46, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Marc liebt den Rhein und sitzt gerne am Rheinufer, zum Beispiel auf den Poller Wiesen, Bild: ToLo46, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Wo ist dein Lieblingsplatz in Köln?

Irgendwo am Rhein sitzen, gerne mit einem gekühlten Getränk in der Hand. Ungefähr so, wie AnnenMayKantereit das in „Tommi“ beschreiben:

Tommi, ich glaub‘, ich hab‘ Heimweh
Ich will mal wieder am Rhein stehen
Einfach hineinsehen
Zuschauen, wie Schiffe vorbeiziehen

Welche KölnerInnen haben dich beeinflusst / beeindruckt?

Eindeutig meine Eltern.

Was machst du zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch?

Viel feiern, wenig essen, viel trinken, wenig schlafen.

Und was zwischen Aschermittwoch und Weiberfastnacht?

Da bin ich gerne mit meiner Frau unterwegs, wir haben einen Campingbus. Mit dem fahren wir gerne in die Sonne, ans Wasser.

Wat hät für dich noch immer jood jejange?

Bisher mein ganzes Leben.

Wo drüber laachs de dich kapott?

Ich kann sehr herzlich über Loriot, Victor von Bülow, lachen. Schade, dass er tot ist. Denn finde ich sensationell.

Kult: Die Gaststätte Lommerzheim in Deutz, Bild: Andreas Lofner
Der „Lommi“, die Gaststätte Lommerzheim in Deutz, gehört zu Marcs Lieblingskneipen . Bild: Andreas Lofner

Dein Kölsche Lieblingskneipe?

Ich mag eine ganze Reihe Kneipen – zum Beispiel das Brauhaus Pütz, den Wirtz in der Südstadt, das Birkenbäumchen und auch das Lommi. Ich mag gerne diese ursprünglichen Kneipen. Aber grundsätzlich gilt: Ich bin gerne mit Menschen zusammen und dann kommt es mir eher auf die Leute an als auf die Kneipe.

Dein Lieblingskölsch?

Das hat sich im Laufe der Zeit etwas gewandelt: Früher eher Früh oder Reissdorf, dann hin zum etwas herberen Gaffel. Und ganz aktuell ist Schreckenskammer mein Lieblingskölsch.

Was ist dein kölsches Lieblingsgericht?

Ganz eindeutig Himmel un Ääd. Man kann das zwar nicht überall essen, aber wenn das gut gemacht ist, ist das mein kölsches Lieblingsessen. Ganz wichtig: Die gebratene Flönz dabei darf nicht matschig sein, die muss kross gebraten sein.

Himmel un Ääd - eine rheinische Spezialität aus Kartoffelpüree, Apfelmus, Zwiebeln und gebratener Blutwurst, Bild: Anagonia
Himmel un Ääd – eine rheinische Spezialität aus Kartoffelpüree, Apfelmus, Zwiebeln und gebratener Blutwurst, Bild: Anagonia

Dein Lieblingsschimpfwort auf Kölsch?

„Seiverlappen“, eigentlich ein Lätzchen, als kölsches Schimpfwort eine Bezeichnung für einen Menschen, der viel redet und wenig aussagt.

Bitte vervollständige den Satz: Köln ist …

… ming Stadt. Die ist zwar furchtbar hässlich,
ävver uch esu schön!


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