Kölsche Wörter: „Jedöns“ – auf den Zusammenhang kommt es an

Jedoens_by_Susanne Schmich_pixelio.de
Jedöns – es wird Zeit, aufzuräumen    Bildquelle: Susanne Schmich / pixelio.de

Irgendwie ist für den Kölschen alles  Jedöns: Je nach Zusammenhang beschreibt dieser herrliche Begriff Stress, herumliegendes Zeugs oder den Aufwand für eine Sache.

Mit „Mach nit esu e Jedöns“ wird der Angesprochene darauf hingewiesen, dass er nicht so viel Aufheben um eine vermeintliche Nichtigkeit machen soll. „Dunn ens ding Jedöns fott“ ist hingegen die unmissverständliche Aufforderung, endlich aufzuräumen. Spricht man hingegen über eine dritte Person, kann es auch lauten „Der hät esch vell Jedöns.“. Damit ist Stress gemeint.

Jedöns ist übrigens auch schönes Beispiel für den Streit der Sprachpuristen: Während die reine Lehre diesen Begriff immer mit „G“ als „Gedöns“ schreibt, ist die Variante mit „J“ im Sprachgebrauch viel verbreiteter. Aber auch hier gilt für dä Kölsche:
Et is doch ejal, loss mer nit esu vell Jedöns um dat Gedöns mache.


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Zum Sprung bereit – der Panther in Marienburg

Panther, Bild: Uli Kievernagel
Kommt aus dem Gebüsch geschlichen: Der Panther, Bild: Uli Kievernagel

Die Ohren angelegt, sich anschleichend, mitten aus dem umgebenden Bäumen und Büschen kommend: Der lebensgroße Panther im Südpark in Köln-Marienburg ist durchaus beeindruckend. Auch der Platz für diese Skulptur ist sehr gut gewählt. Das halbrunde Gestrüpp lässt nur den frontalen Blick zu, von der Seite aus ist der Panther nicht zu sehen. Der Bronzeguß stammt ungefähr aus dem Jahr 1920, eine exaktere Datierung ist wegen fehlender Dokumente nicht möglich.

Geschaffen wurde der Panther vom Bildhauer Fritz Behn – einer Größe im nationalsozialistischen Kunstbetrieb. Ab 1921 unterhielt Behn gute Kontakte zu Hitler, der ihm 1943 die „Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft“ verlieh. Fritz Behn war bereits 1928 einer der Initiatoren des „Nationalsozialistischen Kampfbunds für deutsche Kultur“ . Zielsetzung diese Vereinigung war der Widerstand gegen „Verbastardisierung und Vernegerung unseres Daseins“. In dem Nazi-Blatt „Völkischer Beobachter“ hetzte Fritz Behn als Redakteur im Feuilleton gegen „Entartete Kunst“ und „Nigger-Jazz“.

Bei dieser steilen Nazi-Karriere verwundert seine Aussage nach dem Krieg, dass er in Gegnerschaft zum NS-Regime gestanden habe und die „Linkspresse“ ihn zum „Nazi-Bildhauer“ stempeln würde. Fritz Behn war bis zu seinem Tod im Jahr 1970 als freischaffender Künstler tätig, der seine alten Seilschaften zu nutzen wusste und unter anderem Portraits von Maria Callas oder Papst Pius XII. fertigte.

Und mit dem Wissen um den Bildhauer verändert sich für viele auch der Blick auf das Kunstwerk „Der Panther“.

Übrigens:  Teilnehmer der Lotsen-Tour Marienburg können dem Panther auf unserer Tour tief in die angriffslustigen Augen sehen. Eine weitere Skulptur von Fritz Behn steht in dem kleinen Park am Sachsenring: „Diana mit springender Antilope“.


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Kölsche Wörter: Wo mer jeit un steit nur Pänz, Pänz, Pänz

Koelsche_Paenz_S. Hofschaeger_pixelio.de
Kölsche Pänz , Bild: S.. Hofschaeger/pixelio.de

Ein Aufschrei ging durch die Stadt, als das Festkomitee Kölner Karneval 2005 das Sessionsmotto verkündete: „Kölle un die Kids der Welt, fiere nit nur Fasteleer“. Kölsche Sprachpuristen rieben sich an dem Begriff „Kids“ und machten auf den wunderschönen Ausdruck „Pänz“ aufmerksam. Dieser Begriff meint schlichtweg „Kinder“. Früher war dieser Begriff eher negativ belegt, doch diese Bedeutung ist im Laufe der Zeit verschwunden.

Um die „Pänz“ in Kölle steht es übrigens recht gut: Im Jahr 2016 kamen in Köln 11.810 Kinder auf die Welt – der höchste Wert seit Jahrzehnten. Dabei liegen die Kölsche Junge leicht vor den Kölschen Mädchen: 49,4% Mädchen stehen 50,6% Jungs gegenüber. Chorweiler führt übrigens bei der Geburtenziffer. Diese Kennzahl gibt die durchschnittliche Zahl der Kinder an, die eine Frau vom 15. bis zum 49.Lebensjahr zur Welt bringt. Der kölsche Durchschnitt liegt hier bei 1,4. Im Stadtbezirk Chorweiler beträgt die Geburtenziffer 1,68, in der Innenstadt nur 1,03. „Marie“ führt die Namenshitliste der kölschen Mädchen an, während bei den Jungs „Maximilian“ auf Platz 1 liegt.

Nach dem Eklat um den Begriff „Kids“ hat das Festkomitee übrigens klein beigegeben. Das Sessionsmotto 2005 wurde in „Kölle un die Pänz der Welt“ geändert.

Und wenn die Pänz mal wieder in den Gärten, auf den Straßen und Plätzen lärmen, lehnt sich der Kölsche zurück und denkt an das wunderschöne Lied der Bläck Föös „Pänz, Pänz, Pänz“.


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Weidenpescher Fußballtribüne, oder „Das Wunder von Bern – in Köln“

Die verlassene Tribüne in Weidenpesch_Christian Suellhoefer
Die verlassene Tribüne in Weidenpesch, Bild: Christian Suellhoefer

„Bozsik, immer wieder Bozsik der rechte Läufer der Ungarn hat den Ball – verloren, diesmal an Schäfer. Schäfer nach innen geflankt. Kopfball – abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt… Toooor! Toooor! Toooor! Toooor!“. So Herbert Zimmermanns legendäre Reportage vom Finale der WM 1954 in Bern.

Knapp 50 Jahre später hat Sönke Wortmann seinen Film „Das Wunder von Bern“ gedreht. Allerdings wurden der eigentliche Spielort des WM-Finales, das Berner Wankdorfstadion, bereits 2001 abgerissen. Ein neuer Drehort musste gefunden werden – und so haben die Helden von Bern im Jahr 2002 in Köln gespielt. Drehort war die älteste erhaltene Stadiontribüne Deutschlands in Weidenpesch direkt an der Rennbahn. Das alte Stadion des VfL Köln 99 wurde 1903 gebaut und hat glorreiche Zeiten erlebt: 1905 und 1910 wurde hier um die deutsche Meisterschaft gespielt.

Heute ist die baufällige Ruine weit weniger glanzvoll – obwohl es sich um eingetragenes Baudenkmal handelt. So hat der Rennverein die Räume unter der Tribüne als Pferdeställe genutzt. Vielleicht ist es auch ganz gut, dass die Tribüne abgesperrt und nicht zugängig ist. Bei dem Zustand besteht höchste Einsturzgefahr. Lediglich von der Rennbahnstraße aus ist der rückwärtige Teil der Tribüne sichtbar.

Aber es lohnt sich auf einen Blick auf diesen geschichtsträchtigen Ort zu werfen – vielleicht beim nächsten Besuch der Pferderennbahn in Weidenpesch. Und wenn man ganz still ist hört man auch Zimmermann zwischen den Bäumen noch ganz leise „Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister.“.


Tribüne Weidenpescher Park, Rennbahnstraße 56, Köln-Weidenpesch


Weitere Bilder und Informationen hat Christian Suellhofer auf seiner sehenswerten Website „Lost Places“ veröffentlicht: https://www.lost-place.org/objekte/oeffentlicher-dienst/fussballstadion-koeln/


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In eigener Sache: „Die Nachbarschaft muss zusammenwachsen“ (Interview)

Kölner Stadt-Anzeiger, Interview vom 10.08.2017
Kölner Stadt-Anzeiger, Interview vom 10.08.2017

Letzte Woche hat uns der Journalist Philipp Haaser besucht. Philipp arbeitet viel für den Kölner Stadt-Anzeiger und beschäftigt sich intensiv mit dem Kölner Süden. Meine Frau Silke und ich haben mit ihm über die Entwicklung in unserem Veedel, Köln-Raderberg, gesprochen. Viele neue Nacbarn sind in letzter Zeit zu uns in den Kölner Süden gezogen – das Veedel verändert sich.

Unsere Einschätzung und Aktivitäten dazu könnt ihr in diesem Interview nachlesen:

Weitere Artikel von Philipp Haaser über Köln gibt es hier: www.philipphaaser.de


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Der Kalscheurer Weiher und das Büdchen im Grüngürtel

Entspanntes Leben am Kalscheurer Weiher, Bild: Barbara Nobis, pixelio.de
Entspanntes Leben am Kalscheurer Weiher, Bild: Barbara Nobis, pixelio.de

Einer der schönsten Biergarten Kölns ist am Kalscheurer Weiher. Etwas abgelegen, im Grüngürtel,  betreibt eine Bürgerinitiative am Kalscheurer Weiher seit ein paar Jahren liebevoll ein Büdchen. Es wurden mehr als 40.000 Euro an Spenden eingeworben und viele tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Heute gibt es Büdchen selbstgebackenen Kuchen, Würstchen und selbstverständlich kaltes Kölsch. Für die Freizeitkapitäne gibt es einen Bootsverleih.

Der Tipp: Einfach mal an einem schönen Sommertag mit dem Fahrrad zum Büdchen fahren, ein kaltes Kölsch genießen und nach fünf Minuten klingt das Rauschen der direkt in der Nähe verlaufenden A4 wie das Meer.

Anfahrt und weitere Infos: http://kalscheurer-weiher.de/

 


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Kölsche Wörter: „fringsen“ und das 7. Gebot: Du sollst nicht stehlen.

 

Kardinal Frings Denkmal, Laurenzplatz, Bild: Uli Kievernagel
Kardinal Frings Denkmal, Laurenzplatz, Bild: Uli Kievernagel

Die Kölner hatten stets ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem jeweiligen Bischof. Eine echte Ausnahme war Joseph Kardinal Frings. Im Hungerwinter 1946/47 fehlt es in der zerstörten Stadt Köln an allem. Und der in der Bevölkerung sehr beliebte „Rheinische Kardinal“ Frings steht Silvester 1946 auf der Kanzel der Kirche St. Engelbert in Riehl und predigt:
„Wir leben in Zeiten, da in der Not auch der Einzelne das wird nehmen dürfen, was er zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesundheit notwendig hat, wenn er es auf andere Weise, durch seine Arbeit oder Bitten, nicht erlangen kann“.
Im Klartext: Die Kirche erlaubt von höchster Stelle aus den Diebstahl von überlebensnotwendigen Dingen.

Und die Kölner nehmen ihren Bischof beim Wort. Ab 1947 nimmt zum Beispiel der „Kohlenklau“ deutlich zu. Menschen klettern auf Eisenbahnwaggons und „organisieren“ sich Brennmaterial, um den bitterkalten Winter zu überleben – man geht „fringsen“. Ein Wort, welches in den Sprachgebrauch einer ganzen Region eingegangen ist.

Was übrigens gerne vergessen wird: Frings hatte auch deutlich darauf hingewiesen, dass man doch den späteren Schadensersatz nicht vergessen dürfe. Diesen Teil der Predigt überhörten die Kölner aber wohl.

Mehr über Kardinal Frings gibt es in dem lesenswerten Buch „Der Rheinische Kardinal“


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Das Dach von Köln – Kölntriangle

Köln Triangle Bild: Uli Kievernagel
Köln Triangle Bild: Uli Kievernagel

Zugegeben – die Aussicht vom Dom muss man sich härter erarbeiten. Während es bis rauf auf die Aussichtsplattform im Südturm des Kölner Doms anstrengende 533 Stufen zu Fuß zu erklimmen gilt, bringt der Aufzug in der Kölntriangle, dem gläsernen Hochhaus direkt am Rhein, die Besucher innerhalb von knapp 40 Sekunden für gerade mal drei Euro auf die 29. Etage zur Aussichtsplattform.

Und diese Aussichtsplattform hat es in sich: Man steht auf dem Dach und hat einen ungehinderten 360 Grad Blick auf Köln. Bei gutem Wetter sieht man bis ins Siebengebirge oder im Westen zu den Tagebauen und Braunkohlekraftwerken. Nur nördlich schaut der Kölsche nicht ganz so gerne – immerhin liegt dort ja Leverkusen und auch, noch weiter nördlich, die „verbotene Stadt“, ein Dorf am Rhein.

Unumstritten war der Bau der Köln Triangle nicht: Geplant war der Bau eines Ensembles von unterschiedlichen Hochhäusern. Doch dieses Ensemble hätte den Status des Doms als Weltkulturerbe gefährdet, weil der Dom dann nicht mehr die „ihm gebührende optische Geltung“ haben würde. So wurde das Hochhauskonzept für Deutz nie realisiert, nur die Kölntriangle blieb übrig. Und der Dom ist weiterhin Weltkulturerbe.

Anfahrt: Ottoplatz 1, 50679 Köln-Deutz, einfach zu Fuß über die Hohenzollernbrücke gehen oder vom Deutzer Bahnhof aus Richtung Rhein

Öffnungszeiten der Aussichtsplattform:

01. Oktober – 30. April:
Mo. – Fr. 12 – 20 Uhr
Sa., So. und Feiertage 10 – 20 Uhr

01. Mai – 30. September:
Mo. – Fr. 11 – 23 Uhr
Sa., So. und Feiertage 10 – 23 Uhr

Bitte beachten:
Bei Sturm und Gewitter bleibt die Aussichtsplattform aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Weitere Infos: http://www.koelntrianglepanorama.de/


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Südstadion – Erstklassige Bratwurst und Träume vom Erfolg

Südstadion – Heimat der Fortuna       Bild: Uli Kievernagel

Heute geht es wieder los – die Fortuna geht im Südstadion auf Punktejagd.

Zugegeben – auf den Rängen ist man weit weg vom Geschehen auf dem Rasen. Und wenn man nicht mindestens 25 Euro ausgegeben will, hat man kein Dach über dem Kopf. Und das Spiel der Heim-Mannschaft überzeugt leider nicht immer. Deswegen finden sich nur selten mehr als 2.500 Zuschauer in dem fast 15.000 Personen fassenden Stadion ein. Das Südstadion ist ein zugiges, relativ flaches,  Oval mit Tartanbahn und Weitsprunganlage. Kein moderner, nur für den Fußball optimierter,  Fußballtempel sondern ein Kompromiss.

Aber: Es ist die Heimat des SC Fortuna Köln.  Und der Verein ist für seine Fans nun mal das Größte. Auch wenn die Fortuna oft nur gegen den Abstieg kämpft und es den Anhängern nicht leicht macht, sie zu lieben.  Dabei ist der Fußball oft nur eine Nebensache. Man trifft sich samstags,  hält ´ne Verzäll und genießt die nach wie vor hervorragende Bratwurst, die (als einziges im Südstadion) den Vergleich mit der Champions-League nicht zu scheuen braucht.

Und für uns Fans bleibt der Traum bestehen, irgendwann auch mal in ein richtiges Stadion zu gehen, denn „Eines Tages wird’s geschehen, ja dann fahren wir nach Mailand, um Fortuna Köln zu sehen.“

Adresse: Vorgebirgstraße 76, 50969 Köln (Zollstock), Haltestelle „Pohligstraße“ der Linie 12

Den Spielplan der Fortuna gibt es hier:
http://www.sport1.de/fussball/team/sc-fortuna-koeln/termine


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Kölsche Wörter: „puddelrüh“ und Spaß dabei

Puddelrüh – Juergen Jotzo / pixelio.de

Auch wenn der Sommer nicht immer dazu einlädt – „puddelrüh“ rumzulaufen, es lohnt sich ein genauerer Blick auf dieses wunderschöne kölsche Wort.

„Puddelrüh“ meint splitterfasternackt. Die Herkunft des Begriffs lässt sich nicht genau klären, allerdings ist die Verwendung doch stark zurück gegangen. Heute spricht der Kölsche oft von „bläck“ wenn nackt gemeint ist.

Ob „püddelrüh“ eine Renaissance erlebt? Immerhin hat Brings einen Song und eine CD unter diesem Namen herausgebracht (http://www.koelsch-woerterbuch.de/puddelrueh-auf-deutsch-1680.html) und es gibt auch eine Band unter diesem Namen (http://www.puddelrüh.de/)  – die kommt allerdings aus Eschweiler.

Weitere kölsche Wörter bietet das Online-Wörterbuch der Akademie för uns kölsche Sproch: http://www.koelsch-akademie.de/nc/online-woerterbuch/


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